In wenigen Wochen findet am 4. Oktober im Saal Johannesberg zu Lauterbach eine spannende Podiumsveranstaltung zum Thema “Armut” statt. Gemeinsam mit dem VdK Ortsverband Lauterbach hat der Seniorenbeirat einen VdK-Refrenten aus Frankfurt eingeladen, vor möglichst vielen Menschen dieses wichtige Thema zu beleuchten und einer Podiumsdiskussion zugängig zu machen.
Teilnehmer des Podiums sind Menschen aus den paritätischen Wohlfahrtsverbänden und sonstige mit diesem Thema täglich beschäftigte Personen. Wir hoffen auf klare und interessante Aussagen und eine rege Publikumsbeteiligung.
Eingeladen wurden viele Funktionsträger der Region, die von Berufs wegen mit der Armut zu haben. Schulleiter, Sozialarbeiter, Behördenleiter, Bürgermeister und viele andere wurden geben, zu kommen und auch bei Bedürfnis zu reden.
Armut hat viele Facetten: finanziell arm ist man, wenn man unter 60% des durchschnittlichen Nettoeinkommens der Bundesbürger fällt. Kinder werden dann noch irgendwie dazu gerechnet. Entscheidend ist aber die Erwartung der somit als arm eingestuften Menschen, wie sie sich selbst sehen und die Alltagsbewältigung betrachten. Wer sich mit sehr wohlhabenden Mitbürgern vergleicht, wird von seiner Armut überwältigt sein, wer das anders handhabt, wird das auch anders empfinden.
Armut hat auch was mit sozialem Empfinden zu tun. Die Teilhabe an den Segnungen der globalisierten Gesellschaft wird oft als unabdinglich betrachtet: Handy, Videorekorder, Laptop, PC-Spiele, Konsolen, Modekleidung, Urlaubsreisen in die Ferne usw. können selbst bei sonst weniger Armen nicht realisiert werden. Dennoch werden immer wieder Forderungen laut, dass man diese Dinge für alle ermöglichen müsse, um die Teilhabe an dem aktuellen Gesellschaftsleben zu gewährleisten.
Darüber kann man verschiedener Meinung sein. Wichtig ist, dass die Menschen sich nicht vom normalen Alltag ausgeschlossen fühlen und ihr Selbstwergefühl nicht durch den Finanzenmangel massiv beeinträchtigt wird. Die Kinder brauchen nicht Modekleidung, sondern Kinder brauchen Zuwendung und Liebe, Fürsorge. Dann aber auch Bildung: dafür muss immer Geld da sein, Zeit kann man nicht kaufen. Wenn die Elternhäuser sich nicht ausreichend um ihre Sprösslinge kümmern können oder wollen, dann muss die Allgemeinheit einspringen: Schulen, Sozialamt, Ehrenämtler, Nachbarn, Freunde.
Es wird interessant sehen zu dürfen, was und wer sich zu den Themenkreisen wie äußern wird.
Ich lade alle herzlich ein zu kommen, zuzuhören und auch ggf. in der Diskussion das Wort zu erheben.
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