Die offizielle Eröffnungsfeier des 239. Lauterbacher Prämienmarktes wurde vom Bürgermeister bei kaltem und nassem Wetter vollzogen: erst eine lange Rede, die Milchbauernprobleme wurden ausführlich dargelegt; dann Warten der Akteure in der Kälte.
Leid taten mir die chinesischen Tanzfrauen aus Shanghai, die über eine private Schiene nach Lauterbach kamen: sie froren in ihren luftigen Tanzkleidungen jämmerlich, aber immer mit einem Lächeln auf den schönen Gesichtern. Es wäre eine sinnvolle Geste gewesen, diese Truppe am Anfang auftreten zu lassen, das hätte die Höflichkeit geboten. Gäste behandelt man bevorzugt, zumindestens habe ich das so gelernt.
Auch wenn die Auftrittschoreographie eine Steigerung ergeben sollte, die örtliche Trachtengruppe war robust gekleidet. Nun, es lief anders, die Damen wärmten sich zwischendurch im Rathaus auf, bis sie dann in zwei Portionen getrennt auftraten. Luftig, exotisch, harmonisch und Ladylike. Anbei ein paar Bilder, jedoch in dürftiger Qualität, es war halt nicht so hell draußen.
Am Bierausschank labten sich dann Jugendliche, die nach den vielen Gläsern nichts im Sinn hatten, als ihre leeren Gläser zu zerstören. Das interessierte den Bierwagenwirt nur marginal. Auf höfliche Aufforderungen von Erwachsenen hin, tat sich nichts Wesentliches, es wurde nur lauter und die leeren, betrunkenen Figuren begriffen nichts. Kein schöner Anblick für Fremde: Glasscherben unter dem Aka-Eingang, torkelnde Jugenliche um die Mittagszeit herum. Da hätte ich mir unseren freiwilligen Patroullienpolizisten als Ordnungskraft,gewünscht, der vortags nach nicht vorhandenen Autos im Bereich “An der Münz” suchte.



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