Die Kinder und Jugendlichen, auch ein Teil der Senioren freut sich über das Volksfest. Reichlich Aussteller beim Krämermarkt und leidlich gutes Wetter machten einen Rundgang attraktiv. Der obligate Gang zum Klops- oder Solper-Gastronom war vielen wichtig. Praktische Dinge konnte man erstehen, Eis, Waffeln oder Lakritze kaufen, was man halt mochte. Die Marktschreier mit ihren Wundermitteln waren alleseits vertreten.
Die Bauern hätten sich auf dem Milchmarkt auch gerne Wundermittel gekauft. Aber dort ist Preisflaute angesagt. Viele blieben weg, nur ein Bauer aus Allmenrod wagte es noch, Tiere zu zeigen. So wusste man wenigstens als Stadtkind, woher die Milch, um deren Preis gestritten wird, kam. Schafe, Ziegen, Hühner, Kaninchen und was weiss noch für Tiere gab es für die Jungen und Alten zu bestaunen. Auch “grosse Tiere”, also unsere politischen Meinungsbildner waren da: Landrat, Bürgermeister, Bundestagsabgeordneter Brand, Landtagsabgeordneter und Landwird Wiegel, vielleicht auch noch andere. Diese aber sah und sprach ich selbst. Alle sind für fairen Milchpreis, aber wirklich machen können sie nichts dafür. Wer kann das: eigentlich nur die Macht aller Verbraucher. Aber die wissen doch nicht, was sie tun sollen. Solange das Überangebot von Milch auf dem Weltmarkt den Preis drückt, wird da nichts anders werden.
Freud und Leid – Im Prämiemarkt spiegelt sich beides.
10. Juni 2009
Prämienmarkt – Freude und Sorgen
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