Heute stand im Lokalblatt, was unsere Müllentsorger, die ZAV, mit uns allen vor hat: Ab 2010 werden die Müllpreise steigen, bzw. so hoch bleiben wie bisher, aber nach neuer Abrechnungsordnung. Diese wird zwar erläutert, aber nicht so in ihren Auswirkungen auf die Haushalte.
Wenn ich recht gelesen habe, wollen die ZAV, mit Genehmigung der Kommunen, die ja das System tragen, eine Kopfpauschale erheben, die bei mehrköpfigen Familien zu katastrophalen Müllentsorgungskostensteigerungen führen würde. Kleine Tonnen zum Müll sparen sind dann nicht mehr im Angebot, ab 80 Liter geht es los, mit Chip, um die Leerungen zu kontrollieren! Die immensen Kosten des neuen Systems sollen wir alle mit bezahlen, obwohl seit vielen Jahren mit dem Müll Gewinngemacht werden kann. Irgendetwas ist da faul. Altpapier und Plastik sind wertvolle Rohstoffe, um die sich sogar die Marktteilnehmer vom Dualen System Deutschland mit ihren Konkurrenten schlagen. Energiehaltiger Müll wird gerne von Zementwerken und sonstigen Verbrennungsanlagen angenommen, ja sogar dafür wird bezahlt! Wir Verbraucher sortieren, aber wir bekommen nichts für die Mühe. Im Gegenteil, wir werden seit Jahren sowohl über die Packungskosten seitens des Dualen Systems Deutschland zwangsabgezockt als auch über die Müllgebühren, die die Kommunen zu vertreten haben. Dort wird aber überhaupt nie wirtschaftlich gedacht, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Im Wetzlarer Raum wird es vorgemacht, wie eine Müllentsorgung seit Jahren sogar Gewinn bringt und zu niedrigen Entsorgungskosten beim Bürger führt. Warum macht das jetzt niemand nach? Es kann doch nicht so schwierig sein, sich mal kundig zu machen. Offensichtlich ist das gedankenlose Abzocken des Bürgers angesagt, auf jedenfalls seitens unserer ZAV-Geschäftsführung. Und dort sitzt als Kopf sogar der Freiensteinauer Bürgermeister drin, dessen wirtschaftlicher Verstand sogar in seiner Gemeinde different gesehen wird. Das letzte Wort kann noch nicht gesagt sein, und wir alle haben ein Recht darauf, von unseren Stadtverwaltungen im Vorfeld gut über die anstehenden Müllsystemänderungen informiert zu werden, sowohl was die organisatorischen Dinge als auch die finanziellen Auswirkungen auf die verschiedenen Haushalte anbelangt. Fordern wir das vehement ein, und schlucken wir nicht jeden Unfug.
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