16 Stunden lang, immer Montagnachmittag fanden sich zirka 15 Personen unterschiedlicher Herkunft zusammen, um das Jubiläumsangebot der AWO Lauterbach zur Ausbildung zum Seniorenbegleiter/in zu nutzen. In acht Unterrichtsmodulen mit der Möglichkeit zum Mitmachen und Mitduskutieren wurden Bürger aus Lauterbach und Umgebung über die vielfältigen Facetten des Altwerdens und Altseins informiert.
Ausfühliche Informationen über den Aufbau der AWO, der Pflegeversicherung, des Konfliktbewältigens und der Wohnraumanpassung wurden von verschiedenen Referenten dargeboten.
Als praktische Hilfe, mit der Möglichkeit, es gegenseitig zu üben, wurden die Grundlagen der Pflege von älteren Menschend dargelegt und dabei das passive Bewegen von sonst schwer beweglichen Menschen simuliert. Je ein Modul über altersgerechte Ernährung und den Umgang mit demenziell Erkrankten ergänzte das Spektrum. Die Arbeit des Hospizes Lauterbach-Schlitz und die Information über den Zugang zur Einrichtung und ihre Helfer erläuterte Frau Dr. Mesinovic in einer Lehreinheit.
Insgesamt äußerten sich alle Teilnehmer positiv über diesen Lehrgang, der rein freiwillig und darüber hinaus auch noch kostenlos für die Teilnehmer war. Die AWO übernahm alle damit zusammenhängenden Kosten. Am Ende überreichte man den Teilnehmern, die wenigstens sieben von acht Modulen absolviert hatten, eine Teilnehmerurkunde, worauf dann zu sehen war, dass man zum Seniorenbegleiter/in ernannt worden war. Diese Bezeichnung ist nicht geschützt und auch keine Berufsausbildung, sondern besagt lediglich, dass man unter kontrollierten Bedingungen fachgerecht unterrichtet wurde. Inwieweit die einzelnen Teilnehmer die Wissenblöcke dann ins Alltagsleben mitnehmen, bleibt selbstverständlich jedem überlassen. Man kann nur hoffen, dass auch andere Menschen von diesem Wissen irgendwie profitieren werden. Vielleicht auch nur, dass man sich freiwillig mal in die Seniorenarbeit an einer Senioreneinrichtung einbringen würde.
Als Facit konnte man mitnehmen:
Empfehlenswert, nachahmenswert, dankenswert.
Vielleicht gibt es ja im Winterhalbjahr wieder eine Gelegenheit, an der diejenigen teilnehmen können, die bisher verhindert waren. Der Arbeitskreis war sehr harmonisch und gegenseitig befruchtend.


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