22. Juli 2009

Rentendiskussion – und ewig rauschen die Wälder

Es ist einfach unglaublich: jeden Tag äußert sich irgend Jemand über die angebliche und tatsächliche Rentenproblematik der Zukunft. Den jetzigen Rentenbezieher werden überaus großzügige Zuwendungen aus den Rentenkassen bescheinigt. Das würde von den jetzt 25-35jährigen Bürgerinnen und Bürger bezahlt, obwohl es diese dann später gar nicht mehr so gut hätten.

Unser ehemaliger Bundesarbeitsminister sagte vor Jahren:”Die Renten sind sicher”, damals war Wahlkampf. Jetzt lese ich in der Kolummne “Ausblick” in der Wirtschaftswoche folgendes, angeblich von diesemMann stammendes Zitat: “Die Rentenpolitik der letzten Jahre ist Pfusch, und Pfusch wird nicht durch Vertuschung besser.” Kann man sich nicht eindeutiger darstellen, als es Blüm tut? Als Politiker der CDU trug er vor Jahren die Verantwortung für die Rentenpolitik, die er jetzt disqualifiziert, auch in ihren Folgemodifikationen.

Eines blieb und bleibt nach wie vor ungelöst: der demografische Umbau der deutschen Bevölkerung. Dieser war schon in den 80er Jahren erkennbar, kluge Wissenschaftler wiesen auf die Problematik der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung hin und die damit einher gehende Verringerung derjenigen, die die Rentenversicherung speisen, nämlich der aktiven, arbeitenden Bevölkerungsanteile.

Unser Rentensystem hätte man mit einem Bruchteil der in der Wirtschaftskrise aufgebrachten Kapitalmengen über nacht mit einer Ansparkomponente versehen können, ganz ohne Riester-Fummelei. Aber dazu war keine der Parteien bereit.

Das gleiche Strickmuster finden wir jetzt in der Pflegeversicherung. Erst wird es als Fortschritt dargestellt, jetzt fehlt das Geld, wo endlich diejenigen in das Pflegealter kommen, für die dieser Fortschritt eigentlich geplant war. Da die Zahl derjenigen die gepflegt werden müssen, zunimmt, die derjenigen, die beruflich pflegen können, aber abnimmt, wird eine Lücke entstehen. Diese Personallücke führt zu höheren Löhnen, was für die Leistungserbringer gut ist, jedoch bei den straffen Finanzen der Pflegeversicherung nicht bezahlt werden kann. Die angebliche Lösung sollen jetzt die Ehrenamtlichen in Stadt und Land bringen: für Lau qualifizierte Hilfsleistungen an der Pflege-Allgemeinheit erbringen. Das Ehrenamt wird so entwürdigt, es erfüllt nicht mehr den gesamtgesellschaftlichen Ergänzungszweck, sondern wir zum Lohndumping genutzt. Schande über diejenigen, die meinen, Alt wäre gleich Doof. Da wird man sich doch sehr umschauen. Das Rauschen im Walde der politischen Ideen wird stärker. Unsere Generation kennt noch den Film: “..und ewig rauschen die Wälder”.

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12. Juli 2009

Seniorenhandy: wieder neue Modelle auf dem Markt

Es gibt mitlerweile einige Modelle, die geeignet sind für Menschen älterer Semester. Insbesondere geht es um die einfache Bedienung, die grossen und kontrastreichen Anzeigemöglichkeiten auf dem Sichtschirm und die verstellbare Lautstärke. Hier die Meinung einer anderen Quelle:

Eine neues Modell, Auro Comfort 1010 wird hier im Video vorgestellt.

Seniorenhandy:

Das Auro Comfort 1060 mit GPS-Ortung soll ca 169.-€ ohne Vertrag kosten.

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12. Juli 2009

Senioren ans Netz – vorher PC-Kompetenz

Viele Menschen jenseits der 60 haben eine tiefe Abneigung gegen den Computer im Allgemeinen, gegen das Internet im Besonderen. Natürlich hängt das mit dem Mangel an persönlichem Wissen zusammen.

Wenn man aber mal klar überlegt, dass nach und nach ein grosser Teil unserer Alltagsaktivitäten vom Internetgebrauch abhängig sein werden, Beispiele nenne ich gleich, dann wir es höchste Zeit, dass die 60+-Generation sich in den PC-Gebrauch und die internetbezogenen Anwendungen einklinkt.

Beispiele von Dingen, die in den nächsten Jahren fast nur noch online gehen werden: Bankangelegenheiten, selbst Kredite werden so vergeben. Meldeämter, Finanzamt, Reisebuchungen im Voraus bei Bahn, Flug und Schiff. Buchungen von Eintrittskarten, Tickets für den öffentl.Nahverkehr. Das Einkaufen wird sicher in den dünner besiedelten Regionen auch mehr und mehr internetbasiert laufen, die Geschäfte des tägl.Bedarfs gibt es ja jetzt kaum noch. Noch ferner liegen, aber denkbar und schon im Versuchsstadium: Ferndiagnostik der Gesundheitsdaten per Internet oder/und Mobilphone. Ekg, Laborwerte und Fotos , ja sogar kurze Videos von Körperfunktionsstörungen werden durch Datenleitungen übertragen. So könnte man dem Notfallzentrum ein kurzes Video von einem zusammengebrochenen Menschen liefern, das daraus die Diagnose schon vorläufig stellen kann, etwa einen Schlaganfall.

Nun, die Fantasie kennt bekanntlich keine Grenzen. Fakt ist jedoch, dass es an dem Internet keinen Weg vorbei mehr gibt.

Begrüssenswerte Initiativen, den “Alten” das Thema nahe zu bringen gibt es schon in vielen Ecken Deutschlands: http://www.seniorenansnetz.de/

http://www.50plus-ans-netz.de/

http://www.golem.de/0402/29919.html

http://www.senioren-ans-netz.de/

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06. Juli 2009

Dieser Blog ist zum Wettbewerb eingereicht worden

Das barrierefreie Internet ist ein relativ altes Thema. Es bedeutet die Tatsache, dass Sehbehinderte oder gar Blinde mit Hilfe von geeigneter Software alles auf einer Website sich vorlesen lassen können. Das nennt man Screen-Reader-Software. Die Lupen-Software ermöglicht das pixelfreie Lesen von Bildschirmausschnitten in eingestellter Vergrösserung. Dabei bewegt sich die Lupe virtuell mit dem Mauszeiger über den Bildschirm. Das geht sehr langsam, ist aber effektiv für den Sehbehinderten, ja ermöglicht ihm erst die Nutzung des Internets.

Unter dem Schlagwort “BIENE” wurde ein Wettbewerb gestartet, der barrierefreie Webseiten prämieren wird. Dazu habe ich diesen Blog auch eingereicht. Er ist von vorne herein so angelegt, dass er die Kriterien erfüllt. Mal sehen, wie das ausgeht.

Hier die Webadresse von “BIENE=Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten”.

http://www.biene-award.de/award/

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03. Juli 2009

An den Neu-Leser dieses Blogs:

Bewußt habe ich eine Annonce in die Lokalzeitung gesetzt, um mehr Interessenten auf diese Seniorenseite zu locken. Hier möchte ich ein paar Erläuterungen dazu geben:

Diese Blog-Seite ist gedacht für alle, die sich mit dem Komplex der Seniorenarbeit im privaten und öffentlichen Bereich beschäftigen möchten. Es soll ein Forum – unabhängig von politischen und institutionellen Einflussnahmen- sein, in dem gelesen, aber auch kommentiert werden kann. Wer einen Beitragstext beisteuern möchte, sende ihn dann an die E-Mailadresse des Blog-Autors, Herrn Dr. Liller. Über den Navigationspunkt in der oberen Leiste “Kontakt” kommt man da hin.

Über den Punkt “Seniorenbeirat Lauterbach” sehen sie, wie alles angefangen hat und woher das Interesse des Autors kommt, dies hier auf seine Kosten zu gestalten.

Im “Download” finden sie jede Menge sogen. PDF-Dateien, die auf aktuelle und ältere Seniorenbeiratsaktivitäten und damit zusammenhängenden Dingen hinweisen. Man klickt den Text dort an, dann ist er in Sekundenschnelle bei ihnen auf dem PC und kann mit dem Acrobat-Reader-Programm gelesen und gedruckt werden.

Das “E-Mail Abonnement” ist so gedacht, dass man immer, wenn ein neuer Beitrag kommt, per Mail informiert wird. Das kann man jederzeit abstellen.

Im “Archiv” findet man alle alten Artikel aufgelistet, dazu die Kommentare.

Rechts ist noch ein “Twitter“-Button zu sehen: dort ist versuchshalber ein sogen. Microblog angefangen worden. Das muss man sich so vorstellen, dass der Twitterer (Twitter=Zwitschern) im Stil einer Kurznachricht Bemerkungen für jedermann oder auch gezielt an andere Twitterer absetzt. Das geschieht auf dem PC oder auf den internetfähigen Mobiltelefonen. Hier könnten sich Menschen mit gleichen Interessen anmelden und wann auch immer es ihnen paßt, kurze Nachrichten formulieren. Ich prüfe zur Zeit, ob das für Senioren nicht eine tolle und niederschwellige Kommunikationsart wäre, um sich gegenseitig ohne grosse Mühe auf dem Laufenden zu halten. Voraussetzung ist jedoch für alles, dass man mit dem Internetbedienen irgendwie vertraut sein muss. Wer dies hier liest, ist es also schon, den anderen muss man dies noch nahe bringen.

Wenn sie jemanden kennen, der gerne das Internetbedienen erlernen würde, dann machen sie ihn doch auf die Kurse der Volkshochschule, der Gruppe IDESA am Lauterbacher Busbahnhof und auf den Seniorenbeirat aufmerksam. Ideal wären persönliche Patenschaften von Kundigen, die den Unkundigen schrittweise die notwendigen Dinge zeigen. Ein PC mit Internetanschluss ist allerdings unabdingbar.

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02. Juli 2009

Sommerhitze – Trinken ist lebenswichtig

Dass der Mensch zu 80 Prozent aus Wasser besteht, wissen viele. Das Flüssigkeitsgleichgewicht zu halten, die lebenserhaltenden Minerale im Blut und sonstigen Körpersäften in Balance zu führen, ist bei älteren Menschen besonders wichtig. Sehr schnell führt das mangelnde Durstgefühl der Senioren zu schweren Störungen in der Befindlichkeit, ja macht ihn auch mal krankenhausreif.

Was tun? Man stellt sich die tägliche Trinkmenge in Form von Wasser, Mineralwasser oder verdünnten Säften fertig in den Kühlschrank oder aufs “Vertiko”, um jederzeit trinken zu können oder auch daran erinnert zu werden. 2-4 Liter pro 24 Stunden sind Pflicht beim sonst gesunden Alten. Die Nuckelflasche, die man öfters bei jungen Menschen auf der Strasse sieht, ist auch nicht die schlechteste Idee für die Alten.

Hilft das nicht, dann muss man Buch führen. Kaffee und Tee zählen nicht, Bier nur zur Hälfte, da alle genannten die Urinproduktion über die Menge, die man zuführt, hinaus erhöht. Eigentlich gehört zu jeder Tasse Kaffee ein Glas Wasser. In Österreich ist das ja so üblich.

Geht es einem mal schlecht, weil man säumig war, dann schnell zu sogen. isotonischen Limonaden greifen, die gibt es preiswert im Laden. Es ist auch klug, sowas zu Hause vorrätig zu haben. Für die Not tut es auch, wenn man eine Prise Salz in ein Glas Mineralwasser tut, etwas Zitronensaft oder O-Saft dazu tut, um den Geschmack zu verbessern.

Geht alles nicht mehr, dann unbedingt den ärztlichen Notdienst anrufen, damit er die nötigen Maßnahmen ergreifen kann. Ist man erst mal bewußtlos, ist es zu spät für eigene Hilfe.

Übrigens: Auch Harnwegsinfekte entstehen bei alten Menschen häufig durch zu geringe Trinkmengen. Diese Infekte entgleisen aber sehr schnell in Form einer allgemeinen Blutvergiftung, die dann wirklich lebensbedrohlich sein kann.

Also: Vorbeugen durch reichliches Trinken, schön langsam, aber den ganzen Tag über.

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