03. Oktober 2009

Was macht die Stadt mit ihren Immobilien?

Unsere Kommune ist aufgefordert worden, so viel wie möglich von ihren Immobilien zu verkaufen. Ein Teil ist schon verkauft, und zwar an die sogen. Heimstätten-Gesellschaft, bei der die Stadt Mehrheitseigner ist. Aber das ist eigentlich in Ordnung, da jetzt Wohnungen, die renovierungsbedürftig geworden sind und dennoch im preiswerten Segment liegen, wieder in die Hand eines noch halbwegs normal finanzierten Vermietungsunternehmens kommt. Die Heimstätte wurde einmal gegründet, um sozial verträglichen Wohnraum hier zu schaffen. Sie hat unter der städtischen Aegide gut gearbeitet und Reserven gebildet, die jetzt in die Renovierungen und Käufe fließen können. Preiswerter Wohnraum wird immer wieder benötigt.

Es bleiben aber noch viele alte Gebäude, die nicht so einfach zu renovieren sind. Man denke nur an das alte Krankenhaus, dessen Fachwerkbau marode ist. Das Backsteingebäude daneben ist noch besser erhalten. Und dann gibt es noch Immobilien, die unter der Hand des Denkmalamtes stehen und dadurch schwierig zu vermarkten sind. Denkmalschutz darf nicht einfach Selbstzweck werden.

Der Stadtumbau West dümpelt so vor sich hin. Wirklich Entscheidendes tut sich leider nicht. Planungsmäßig wird die Südbahnhofregion jetzt da angefangen zu beplanen. Aber wirklich Bau- oder Funktionsfrüchte trägt das erst mal nicht.

Der Goldene Esel ist marode, er muß erhalt-saniert werden. Die Musikschule und Bücherei muss dann erst mal raus dort. Wohin?

Man sieht: Probleme ohne Ende, da es keine Finanzwunder gibt, die das Renovieren, Sanieren und Neubauen ermöglichten.

Was wir eigentlich in Lauterbach brauchen, sind Firmenansiedlungen, die Arbeitsplätze schaffen und damit Steuereinnahmen. Gewerbessteuer und Einkommenssteuerumlagen könnten direkt dann helfen, die Haushaltslücken zu füllen. Handel und Gewerbe hätten dann höhere Umsätze durch die Ausgaben der Arbeiter, und die Bevölkerung könnte sogar wieder zunehmen. Dies wäre für alle ein Gewinn. – Also: Kontakte in die Wirtschaft, in die Handelskammern, zu Industrieansiedlungs-Beratungsfirmen und sonstige Multiplikatoren knüpfen, vertiefen und anbohren. Das wäre m.E. die Hauptaufgabe der Kommunge mit ihren Organen. Alles andere wäre dann leichter lösbar.

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