08. Oktober 2009

Müllentsorgung – immer noch windige Sache!

Was jetzt nach und nach, sowohl über die öffentlich zugänglichen als auch die offiziösen Kanäle, durchdringt ist mehr als bedenklich. Die Müllrebellen haben sich bemüht, sachlich informiert zu werden, aber – man bügelt sie mit Bla-Bla ab. Friedel Kopp und BM Künz aus Kirtorf sind schlechte Vertreter ihrer Gemeinden, deren Bürger sie mit den neuen Müllentsorgungsverträgen belasten werden. Die anderen Bürgermeister oder deren ZAV-Versammlungsvertreter legen die Ohren an, da sie Angst haben, eine Lawine loszutreten, die sie wegfegt.

Die neu einzuführende Sozialkomponente beruhigt zwar einige Gemüter, ändert aber an dem Systemwechsel nichts. Es wird die Müllproduktion gefördert bzw die Müllvermeidung nicht mehr gestützt. Es werden Biomülltonnen in den bisher versorgten Gemeinden aus Gründen der “Gerechtigkeit” abgeschafft. Weiterhin erfrecht sich der ZAV mit seinen Organen, der Öffentlichkeit die sogenannten Altlasten ohne wirkliche Darlegung von Ursache und Wirkung unterzujubeln.

Sicher sind die Versäumnisse des ZAV und seiner Geschäftsleitung in der Vergangenheit:

1. Es wurde nicht rechtzeitig unterbunden, dass der ZAV die Deponienachsorgekosten alleine trägt.

2. Es wurden sogenannte teure Entsorgungsverträge geschlossen, die ja irgendwann aufhören sollen, aber sicher ist das kostenmäßig nicht.

3. Es wurden, ohne die Verbandsversammlung wirklich zu informieren, die neuen Müllentsorgungsgefäße bestellt, in der Annahme, das werde schon durchgewinkt werden. Das stimmte auch so, leider. Kein Bürgermeister hat da widersprochen, keiner hat sich Gedanken über die Auswirkungen gemacht. Die Versammlung war letztendlich gezwungen, die neue Satzung zu genehmigen, damit die Bestellungen nicht in den Sand gesetzt werden mußten.

4. Die Datenlage zu Müllanfall und Entsorgungsbedarf des durchschnittlichen Bürgers wurde nie transparent veröffentlicht. Es soll sogar der “Bock zum Gärtner gemacht” worden und die Entsorgerkonzerne befragt worden sein. Den Müllrebellennachfragen danach wurde ausgewichen. Ein Skandal. Das riecht nicht nur nach Merkwürdigkeit, das stinkt zum Himmel.

5. Der ZAV hat letztendlich nur auf öffentlichen Druck hin angefangen Teile seiner Strategie zu kommunizieren, und das noch zögernd, unvollständig, inkompetent. Auch dafür gehört die Geschäftsführung gefeuert. Ich begreife nicht, wieso niemand der Verantwortlichen im Politikbereich da mal durchgreifen. – Oder, – gibt es da Mitschuld?

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verehrte Blog-Leserschaft: tragen sie die Gedanken in die Gremien, in denen sie tätig sind, versuchen sie für alle Bürger des ZAV-Einzugsbereich eine bessere Lösung zu bewirken, und , wenn irgend möglich, eine kompetentere Geschäftsführung zu erhalten.

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