29. Dezember 2009
Eine Binsenweisheit einerseits, aber auch voller Sprengstoff für unser Gemeinwesen: die Senioren werden immer mehr. Schon geht wieder die Kunde von Leistungseinschränkungen für Senioren im Gesundheitswesen herum. Der Staat verschuldet sich extrem, das Geld muss wieder rein.
Wir müssen alle wachsam sein, um den Anfängen zu wehren. Ich rede nicht der Verschwendung das Wort. Gesundheit muss für alle bezahlbar bleiben, das gilt für die Rentner und Niedriglohnempfänger gleichartig. Insofern gilt es wirklich zu diskutieren, welche Leistungen generell noch in der gesetzlichen Krankenversicherung beinhaltet sein sollen.
Es gibt z.B. viele Länder, die das Wort “Kur” überhaupt nicht in ihrem Sprachschatz haben, geschweige denn so was auf Kosten der Solidargemeinschaft bezahlen würden. Banale Erkrankungen sind ebensowenig wirklich vom Arzt zu behandeln wie zu deren angeblicher Heilung rezeptierte Medikamente.
Wir müssen für unsere Körper auch wieder die Verantwortung übernehmen. Vorsorge ist wichtig, die gehört ausgebaut und auch vom Bürger genutzt. Vorsorge ist aber auch gesunde Lebensführung, und die ist kostenlos: regelmäßig bewegen, massvoll und werthaltig essen, vernünftig kleiden. Mit diesen drei Maßnahmen könnten Millionen von Menschen weniger krank sein und hunderte Millionen Euro im Jahr eingespart werden. Dann bleibt auch Geld im System, für schicksalhafte Erkrankungen und schwere Defizite im Wohlbefinden.
Gute Vorsätze zum Neuen Jahr 2010 !
18. Dezember 2009
Jetzt ist es seit heute jedem Leser der Lokalzeitung LA klar: die Daten der Kommunen über ihre Bewohner wurden bewußt lange Zeit ungenau gehalten, da jeder angebliche Bürger eine erhöhte Geldzuweisung aus dem Finanzausgleichsystem bedeutete. Jetzt aber zeigt sich, dass die Zustimmung der kommunalen Delegierten in der ZAV-Mitgliederversammlung zu der neuen Satzung und damit zu den neuen Tarifstrukturen einen Bumerang-Effekt zeitigt: die Bürger möchten natürlich nicht für Menschen den Müll bezahlen, die gar nicht hier wohnen. Also wird die Einwohnermeldedatei jetzt zwangsweise von extern bereinigt. Damit sinken aber auch die Schlüsselzuweisungen an die Kommunen! – Das ist ein gravierender handwerklicher Fehler der Satzung. Es ist aber auch gerecht, denn die Zeit der “Potemkinschen Dörfer” ist schon lange vorbei, oder doch nicht???
Dass dann auch noch die Gewerbetreibenden und Freiberufler mit ihren höheren Papiermüllensorgungsbedürfnissen gar nicht korrekt erfaßt wurden, ist ein weiterer handwerklicher Fehler in der Ausführung des neuen Systems.
Außerdem: Die Rückvergütung des Papiermüllentleerens sollte, nach Aussagen von Dr. Fuchs vom ZAV in der StVo-Sitzung in Lauterbach, den Haushalten gut geschrieben werden. Wenn man die blauen Tonnen aber den Grundstücken zuordnet, geht dies nicht. Hier wurde nicht konsequent gedacht.
Das ist ein erster Geschmack, wie wirr und unprofessionell dieses Umstellprojekt angegangen wird. Darüber hinaus ist es elend teuer.
16. Dezember 2009
Heute feierte der Koch-und-Knobel-Club in der Eichberg-Grundschule Lauterbach seinen vorweihnachtlichen Abschluss. Bevor die Kinder in die dreiwöchige Weihnachtspause gingen, wurden sie, wie jeden Mittwoch, bekocht und ihre Schulaufgaben beaufsichtigt. Dann jedoch wurde Advent gefeiert.

Die neun Damen und Herren im Seniorenalter aus Angersbach, Lauterbach und Schlitz arrangierten eine kleine Feier, während der Plätzchen und O-Saft geboten wurden, der Nikolaus mit Geschenksäckchen kam und einige Weihnachtslieder gesungen wurden.

Die Kinder waren gespannt, begeistert und dann gelöst mit ihren Geschenken beschäftigt. Die Erwachsenen schauten zu, tranken ihren Kaffee und genossen die Freude der Kinder und die von den Frauen selbst gebackenen Plätzchen. Zwei Vertreter des Rotary-Club Lauterbach-Alsfeld waren präsent und freuten sich über die Ergebnisse ihres zielgerichteten Sponsorings. Die Kosten für die Lebensmitteleinkäufe werden vom Rotary-Club finanziert.
Der Koch- und Knobelclub betreut seit März 2009 zehn Kinder, deren sozio-psychologischer Hintergrund eine nahe Beschäftigung mit ihnen auch nach der Schule punktuell für wichtig gilt. Die Schule hatte die Kinder zugeführt, die Betreuer sind ehrenamtliche Senioren, die ihre Arbeit für diese Zielfindung gerne einsetzen. Erste pädagogisch-soziale Erfolge sind nach den 22 Betreuungstagen zu beobachten.
09. Dezember 2009
Die Wohnkultur in dem vogelsberger ZAV-Bereich wird sich sichtlich ändern: in den auf den Strassen stehenden 360-Liter Blau-Mülltonnen kann man schon gut übernachten. Wenn man 6 Stück kombiniert, wird eine kleine Wohnung daraus. Möglicherweise muss man beachten, dass man dann nicht einmal monatlich entsorgt wird. Wenn die Tonne halb voll ist, gibt´s 10 Cent dafür, dass man entsorgt wurde. Wer die Cents bekommt, weiß ich nicht, steht ja nicht drauf auf der Tonne.
Spass beiseite: so einen Unfug mit den riesigen Tonnen habe ich nicht mal der ZAV zugetraut. Da gibt es Tonnen für Haushalte, die passen nicht mal durch die Türen der Abstellplätze, sind im vollen Zustand nur von muskulösen Menschen fahrbar und können nicht mal der Familie zugeordnet werden, sondern nur dem Grundstück. Aber die Abrechnung der großzügigen Rückerstattung erfolgt ja haushaltsabhängig.
Das wird noch mächtig viel Ärger geben. Telefonisch kommt man an die ZAV nicht mehr dran, die Anlage kollabiert durch die Anfragen.
Die Müllrebellen raten übrigens auch davon ab, die Einzugsermächtigungen zu erteilen. Bei so einer desorganisierten Institution ist das sicher ratsam.
07. Dezember 2009
In der Regionaltagung des Hessencampus Vogelsbergkreis wurde auf die erfolgte Aufbauarbeit seitens der vier Partner des Bildungsvorhabens hingewiesen.
Die Berufsschulen Alsfeld und Lauterbach sowie die Volkshochschule Vogelsbergkreis und die Vogeslberg-Consult haben in den letzten zwei Jahren eine Instution der Erwachsenenbildung auf den Weg gebracht, die sich sehen lassen kann.
Zielgruppe sind jüngere und mittelalte bildungswillige Erwachsene, die entweder ihre Ausbildungsqualifikation verbessern wollen oder irgend einen berufstauglichen Abschluss erhalten möchten.Insbesondere wird auf die Möglichkeit von Fertigkeitstestungen und Testungen vonLernvorlieben hingewiesen, die den Erfolg des eigentlichen Lernens verbessern werden. Auch für alte Erwachsene mit ausreichend Bildungswillen und Lernfähigkeit ist dies eine Möglichkeit, sich alte Fähigkeiten zu verbessern oder zu erweitern.
Die Arbeit mit den bildungswilligen Menschen kann jetzt in die aktive Phase gehen. Lernberater oder auch Lerncoaches sind vorhanden, sowohl in Alsfeld als auch in Lauterbach. Die dazu gehörenden Selbstlernzentren sind an den Beruflichen Schulen angesiedelt und stehen ab sofort zur Verfügung.
Das Land Hessen und der Kreis haben das Campusinstitut gefördert und bezahlen auch die laufenden Kosten. Das ist bis 2013 so gesichert. Bis dahin muß eine finanzierende Trägerschaft gefunden werden.
In der Presse werden sicherlich demnächst die Kontaktdaten zu der Hessencampus-Institution veröffentlicht.