Jetzt ist es seit heute jedem Leser der Lokalzeitung LA klar: die Daten der Kommunen über ihre Bewohner wurden bewußt lange Zeit ungenau gehalten, da jeder angebliche Bürger eine erhöhte Geldzuweisung aus dem Finanzausgleichsystem bedeutete. Jetzt aber zeigt sich, dass die Zustimmung der kommunalen Delegierten in der ZAV-Mitgliederversammlung zu der neuen Satzung und damit zu den neuen Tarifstrukturen einen Bumerang-Effekt zeitigt: die Bürger möchten natürlich nicht für Menschen den Müll bezahlen, die gar nicht hier wohnen. Also wird die Einwohnermeldedatei jetzt zwangsweise von extern bereinigt. Damit sinken aber auch die Schlüsselzuweisungen an die Kommunen! – Das ist ein gravierender handwerklicher Fehler der Satzung. Es ist aber auch gerecht, denn die Zeit der “Potemkinschen Dörfer” ist schon lange vorbei, oder doch nicht???
Dass dann auch noch die Gewerbetreibenden und Freiberufler mit ihren höheren Papiermüllensorgungsbedürfnissen gar nicht korrekt erfaßt wurden, ist ein weiterer handwerklicher Fehler in der Ausführung des neuen Systems.
Außerdem: Die Rückvergütung des Papiermüllentleerens sollte, nach Aussagen von Dr. Fuchs vom ZAV in der StVo-Sitzung in Lauterbach, den Haushalten gut geschrieben werden. Wenn man die blauen Tonnen aber den Grundstücken zuordnet, geht dies nicht. Hier wurde nicht konsequent gedacht.
Das ist ein erster Geschmack, wie wirr und unprofessionell dieses Umstellprojekt angegangen wird. Darüber hinaus ist es elend teuer.
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