13. Januar 2010

Die Zukunft der Printpresse – Wohin geht es?

Wer mag es nicht, morgens zum Frühstück seine Zeitung zu lesen. Die Lokalzeitung stillt das Begehren nach Unterrichtung über die nahe liegenden Dinge und Ärgernisse. Ein wenig grosse Politik bekommt man da auch geliefert. Eigentlich genug, wenn man sich sonst im Internet oder per Wochenmagazin informiert. Die Zahl der Abonnenten nimmt leider imm mehr ab, damit wir das Vergnügen, eine preiswerte Zeitung zu bekommen immer schwieriger bezahlbar. Auch ist die Zuwendung durch die Anzeigenkunden im Lokalpressebereich rückläufig. Zu Recht machen sich die Geschäftleitungen der hiesigen Mittelhessischen Zeitungsgruppe Gedanken, wie das alles in Zukunft gestaltet werden soll.

Ein Weg könnte sein, mehr Menschen auf die Internetseiten der Zeitung zu leiten. Dort wären dann zusätzliche und auch ehemals papierne für das Netz aufbereitete Beiträge zu sehen. Die grossen Tageszeitungen machen das schon. Der Lokalanzeiger ist schon so ein Schritt auf lokaler Ebene: hier können die angemeldeten Amateurjournalisten eigene Beiträge samt Bildern einstellen. Das ist wegweisend und auch interessant. Hier dürfen dann auch weniger breit interessierende Themen dargestellt werden. Ein Beispiel, wie eine grosse Tageszeitung mit dem Online-Medium umgeht, ist die FAZ, die über 25 Blogs zu verschiedenen Themen moderiert. Dazu können sich die Leser dann mit kommetierenden Bemerkungen äußern, auch können sie sehen, was andere über ein Thema denken.

Denkbar ist auch, dass Abbonenten taggleich ihre Zeitung online lesen können, wenn sie das denn möchten. Andere müßten dafür bezahlen, oder aber erst Tage später lesen. Unser Lauterbacher Anzeiger macht das ohne Bilder schon länger. aber die aktuellen Beiträge sind zum Teil gratis einsehbar. In Zukunft wird man das alles auch unterwegs können, über ein geeignetes Lesegerät, das sich Informationen aus dem Netz holt.

Für alle diese Anwendungen gilt: man muss den Computer und die dazu gehörigen Programme und Anwendungen bedienen können. Ein Schulung der Senioren in breitem Maße wird unumgänglich sein. Da könnten Medien und freie Vereine sowie die Elektronikhändler gut gemeinsame Initiativen starten.

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Dieser Artikel hat derzeit 1 Kommentar.


  1. Hans-Günter Oer sagt:
    18. Januar 2010 um 14:56

    Herr Liller hat Recht!
    Natürlich hat auch jeder Recht, der gerne “altmodisch” bleibt. Das muss man sich aber leisten können. Inzwischen ist man häufig ohne digitale Information nur zweiter Sieger bei Information und Kommunikation.
    Wohl dem, der einen Freund, eine Tochter, einen Sohn hat, der mit Geduld und Zeit dem Senior oder der Senioren die ersten Schritte beibringt.

    Außerdem hat Deutschland für solche Zwecke landaus – landein die Volkshochschulen erfunden. Die haben schon vielen Tausend Bürgern in den letzten zwanzig Jahren die erwünschten Kenntnisse vermittelt und sie tun das mit neuester Technik und einem pädagogischen Qualitäts-Zertifikat, auch in Lauterbach, Schlitz, Grebenhain, Freiensteinau, Schotten und so weiter..

    Ein kleiner Tipp für alle, die dies sonst nicht vergessen und nichts gelernt hätten …

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