Es ist schon wirklich seltsam: einerseits klagen Senioren über Langeweile, über die nicht mehr spannenden Tagesabläufe, andererseits ist es schwierig, ausreichend Ehrenamtler für wichtige allgemeingesellschaftliche Tätigkeiten zu bekommen.
Die Denke, dass eigentlich erst mal die dran sind, die nie was gemacht hätten, ist ein echtes Hindernis, sich selbst dennoch einzubringen. Auch hört man von jüngeren “Alten” immer mal: Ja, die hat ja Zeit, sie ist ja ledig….” . Dies ist eine Bemerkung, die verletzt, denn oft sind es die Ledigen, die vorher in ihrem Zweisamkeitsleben mächtig viel auf für die Allgemeinheit ehrenamtlich erbracht hatten. Wenn die sich mal etwas “selbst Gutes tun” wollen, ist das doch in Ordnung.
Ich kann nur jedem halbwegs fitten Seniorinnen und Senioren empfehlen, sich mal umzutun, wo er sich gesamtgesellschaftlich einbringen könnte. Der Seniorenbeirat hilft auch gerne mit, ihm eine Hilfestellung zu geben. Die öffentlichen Kassen sind leer, das wissen wir alle. Aber wir können doch nicht alle guten Dinge einfach eintrocknen lassen, nur weil kein Geld da ist. Schuldzuweisungen an die Politiker kann man richten, aber das ist nicht wirklich hilfreich.
Wenden sie sich nur ohne Scheu an den Seniorenbeirat, auch an mich persönlich, dann findet sich sicher ein Weg.
Übrigens: Unsere Nachbarstadt Alsfeld hat einen Verein ins Leben gerufen, der die Ehrenamtler sammelt und weiterleitet, eine gute Sache, auch für Lauterbach nachahmenswert.
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