18. Oktober 2010

Macht das Kopfsteinpflaster barrierefrei !

Der Seniorenbeirat hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, den kommunalen Gremien einen Vorschlag zu unterbreiten, der möglichst zügig umgesetzt werden möchte:
Innenstadtkopfsteinpflaster soll barrierefrei, also “entschärft” werden. Die Arbeitsgruppe “Barrierefreies Lauterbach” unterstützt das Vorhaben.
Profitieren würden davon – ausser den Rollstuhlfahrern, aus deren Gruppe die Idee kam, – auch alte und junge Menschen mit Gehbehinderung, Einkaufende mit Trolleys, Rollatornutzer und Kinderwagen/Buggy-Fahrer/innen. Selbst der unbehinderte Normalbürger, auch die Dame mit Stöckelabsätzen, würde davon einen Vorteil haben.
Bislang haben die Denkmalschutzbehörden bei allen Bauamtsinitiativen geblockt: das alte und wirklich ungleich-hohe Kopfsteinpflaster sollte sehr teuer immer wieder eingebaut werden. So zuletzt bei der Erneuerung der Strasse “An der Kirche” im vergangenen Jahr. Das kleine Kopfsteinpflaster ist leidlich begehbar, das grobe jedoch nicht wirklich. Außerdem ist es beim Überfahren durch Autos sehr laut. Das wäre nicht schlimm, aber stolpernde alte Menschen, verknackse Knöchel und ausrutschende Einkäufer im Winter sind schon ernst zu nehmen.
Hoffen wir, dass man im Rathaus der Sache positiv gegenüber steht und die technisch und taktisch richtigen Schritte in die Wege leitet.

Ein wesentlicher Brennpunkt ist der Berliner Platz, dort hauptsächlich die Fläche vor der Hohhaus-Apotheke. Aber auch die Türmergasse (die kleine Strasse von Berliner Platz zum Marktplatz) ist sehr schlecht befahr- und begehbar.

Vor dem Konfirmandensaal ist für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Mensch höchste Gefahr angesagt.

Übrigens: auch die Ständer der Geschäftsleute und Cafés sind hier und da sehr bewegungsfeindlich, vor allem, wenn man mit Rollstuhl und Kinderwagen vorbei möchte. Da hätte man doch mehr Verständnis erwartet. Flaggen von der Hauswand täten es auch.

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