28. November 2010

Weihnachtszeit – Alt – Einsam – Müde?

Der Glitzerkram täuscht Wohlergehen vor. Junge Menschen haben selten eine Idee, wie es den wirklich Alten und Schwachen Mitmenschen in der Vorweihnachtszeit geht. Nur noch wenige können im Kreise der Grossfamilie leben, die Anderen…..?

Sie leben alleine oder, wenn´s glücklich läuft , zusammen mit einem Partner in großen Häusern, Wohnungen oder in kleinsten Behausungen. Allen gemeinsam ist das Gefühl, abgehängt zu sein: abgehängt von den Aktivitäten der Gesellschaft, der Familie. Es ist nicht angenehm, das für sich zu realisieren, es führt zu Stimmungsdämpfung, ja zu depressiven Zuständen, sogar Selbstmordgedanken gibt es in dieser Zeit des Lichterglanzes. Die eigenen Erinnerungen kommen hoch, die verklärte Zeit mit der Familie, auch wenn es gar nicht immer so glatt lief um Weihnachten herum. Alleine sein ist einerseits Schicksal, kann aber mit Initiativgeist bekämpft werden. Aber diese Kraft hat ein sehr betagter Mensch oft nicht mehr.

Schön wäre es, wenn es reichlich Mitmenschen gäbe, welche die Augen auf machen, solche Einsamen der Gesellschaft zu besuchen, ein paar Momente Zeit zu geben und ihnen zuzuhören. Besuche der Altenwohnstifte werden von den dortigen Betreuungspersonen gerne angenommen, aber auch die alte Nachbarin von nebenan freut sich über ein Gespräch, ein Kuchenstück oder eine Zeitschrift.

Überlegen Sie mal, wo sie vielleicht gerade jetzt gebraucht werden, die dunkle und dennoch glitzernde Zeit mit Menschlichkeit zu erleuchten.

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