27. Dezember 2010

Eis und Schnee – der Rücken tut weh !

Es reimt sich die Überschrift, aber lustig ist es dennoch nicht, nach dem Schneeräumen und Streuen hinterher ein lahmes Kreuz zu haben.

Dieser Winter fordert die Senioren wirklich heraus. Wer auf Etage wohnt, mag in geteiltem Leid, das halbe Leid sehen, aber nur wenn die Wohnanlage voll belegt ist. Ansonsten müssen evtl. zwei Partien die Arbeit der restlichen vier und nicht belegten Wohnungen mit machen. Das ist nicht toll. Wenn die Hausordnung so gestaltet ist, dann bleibt nur die Nachbarschaftshilfe oder ein bezahlter Räumdienst. Das ist bei kleinen Renten nicht immer zu bewältigen. Die aktiven Mitglieder der Seniorenhilfe Maar-Lauterbach können das aber auch nicht täglich übernehmen, zumal sie selbst im Schnee absaufen.

Die Senioren in den Ein- oder Mehrfamilienhäusern, die keine jungen kräftigen Leute mehr drin wohnen haben, sind nicht viel besser dran: Bürgersteig, Treppen, Zufahrten: alles will geräumt sein. Da gilt das gleiche wie oben für die Wohnanlagenbewohner: nachbarschaftliche Stütze oder Bezahldienste. Hier sieht man konkret, wie Eigentum verpflichtet. In schneearmen Jahren hat man an solche Probleme keinen Gedanken geopfert. Ebenso wie man eine Renovierungsrücklage für die eigengenutzte Immobilie machen muss, ist es für Senioren sinnvoll, ein Sparkonto für solche Dienstleistungen anzulegen. Das muss man aber dann auch bei Bedarf plündern und nicht für die lieben Erben aufheben. Das gilt auch für andere Dienstleistungen, die im Alter notwendig werden, da man es selbst nicht mehr schafft.

Schlagwörter: ,

Dieser Artikel hat derzeit 0 Kommentare.

Diskutieren Sie mit!