„Selbst die Spielhäuschen für die Schüler sind zerstört worden“
Der Schulleiter und der Hausmeister der Eichbergschule berichten im Lauterbacher Anzeiger vom 5. Mai 2011 über Beschädigungen, Zerstörungen, Schmutz, Urin und Glasscherben auf dem Schulgelände. Diese Problematik ist den Verantwortlichen seit Jahren bekannt.
Auch ist allgemein anerkannt, dass man Jugendliche nicht von Plätzen und Straßen lediglich verdrängen sollte; sie benötigen Aufenthaltsorte, an denen sie sich treffen und unterhalten können, ohne dass eine ständige Kontrolle von Erwachsenen erfolgt. Allerdings sollten bestimmte Regeln eingehalten werden.
Dazu sagt der Schulleiter: „Eine erhebliche Verschlimmerung ist eingetreten, seit es den freiwilligen Polizeidienst nicht mehr gibt.“ Dieser hatte ein persönliches Verhältnis zu den Jugendlichen aufgebaut.
Der Freiwillige Polizeidienst ist Ende 2010 eingestellt worden. Als Begründung wurden die Kosten genannt, da es sich um freiwillige Ausgaben der Kommune handelt.
Der Freiwillige Polizeidienst bestand aus Bürgern und Bürgerinnen, die sich ausbilden liessen und ehrenamtlich durch ihre Präsenz in Uniform und durch Gespräche die öffentliche Sicherheit in Lauterbach verbessern sollten. Als Aufwandsentschädigung wurden 7,-Euro pro Stunde bezahlt, höchstens 20 Stunden im Monat waren vorgesehen, d.h. maximal 140 ,- Euro im Monat.
Trotz Hinweises auch auf die Situation an der Eichbergschule, trotz des Bedürfnisses insbesondere der Senioren nach mehr Sicherheit, wurde der Freiwillige Polizeidienst in Lauterbach eingestellt.
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06. Mai 2011 um 09:52
Guten Tag,
ich frage mich, ist die Verschlimmerung des Vandalismus eingetreten, als der freiwillige Polizeidienst von der Stadt eingestellt wurde, oder seit dem die Bänke an der Bushaltestelle entfernt wurden ? Wo sitzen Alte und Behinderte jetzt, während sie auf den Bus warten?
Ich finde die Randalen und Vandalismus auch sehr schlimm und besonders ärgere ich mich als Rollstuhlfahrer über die zerschlagenen Glasflaschen und die ganzen Scherben, die mir schon oft einen platten Reifen bescherten,
aaaber, wie können Jugendlich frei und selbstbestimmt aufwachsen, wenn sie keinen Ort haben, an dem sie sich treffen und ausprobieren dürfen? Es gibt hier in Lauterbach keinen Jugendraum oder eine ähnliche Anlaufstelle, die speziell für Jugendlich gemacht und gewollt ist. Zumindest ist mir keine bekannt
Sie zu vertreiben, Sitz-Bänke abzumontieren und mit Staatsgewalt vorgehen, schürt nur Aggressionen und die wollen raus.
Ich finde, hier sollte mal nachhaltig etwas für die Jugend getan werden und nicht immer nur Symptome behandelt werden.
Pierro
08. Mai 2011 um 19:31
Hast du noch fortfuehrende Informationen darueber ?
11. Mai 2011 um 14:56
Patentlösungen gibt es nicht. Aber es darf dem Hausherr und seinen Bevollmächtigten wohl möglich sein, die Namen und Adressen der angeblich “bekannten” Jugendlichen festzustellen und dann deren Eltern einen einfach und klar gehaltenen Brief zukommen zu lassen. Weiterhin könnte man zur optischen Abschreckung an den “blinden” Ecken eine Videoüberwachung aufbauen, ähnlich wie im Hohhaus-Garten. Dort hat der kleine Vandalismus sichtlich aufgehört. Ich kenne die Jungens auch vom Gesicht her, haber nicht die Namen. Wenn man die hätte, wäre ein Einleiten von Jugenderzieherischen Maßnahmen incl. Schadensbeseitigungs-Strafen nicht so übel.
12. Mai 2011 um 11:46
Hallo Herr Liller,
ich denke, dass das ein gesellschafts Problem ist. Die Jugend hat heute einfach zu wenig zu tun, zu wenige Aufgaben und zuviel Langeweile. Das zerstören von fremdem Eigentum, wer so was macht, wurde nicht recht erzogen und das kann kein Dritter wieder gut machen.
Grundsätzlich bin ich persönlich gegen die Überwachung per Videokamera – weil wir uns so unsere letzten Freiheiten nehmen … und, wo fängt man damit an und wo hört man damit auf? Zudem würde man die Randalierer doch wieder „nur“ vertreiben und sie würden bestimmt ihre Aggressionen anderswo auslassen.
Ich denke, wenn man doch schon die Gesichter kennt, wäre es vielleicht ganz gut das Gespräch zu suchen. So käme man auch an die Namen und sie wüssten, dass man nun ein Auge auf sie wirft. Überhaupt sollte der Bürger wieder mehr hinschauen, anstatt einen weiten Bogen um die Clique zu machen, was natürlich einiger Courage bedarf.
Aber wie Sie schon sagte Herr Liller, eine Patentlösung gibt es nicht.
Viele Grüße, Pierro
15. Mai 2011 um 00:13
Mir wuerde es gefallen fuer zukuenftige Posts auf dem laufenden zu bleiben, aber wo ist der Link zum Feed ?
19. Mai 2011 um 22:34
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Viel Vergügen! B.L.
24. Mai 2011 um 15:10
Hallo Herr Liller,
aber eine Infomail über neue erstellte Beiträge bekommt man über das eMail Abonnement leider nicht.
Gruß Pierro