19. April 2012

Senioren im Straßenverkehr

Sollen Senioren den Führerschein abgeben?

Jedes Jahr im Frühjahr findet sich jemand, der regelmäßige Gesundheitstests für alle Autofahrer fordert. Diesmal ist es der Hamburger Innensenator, der neben der ab dem Jahre 2013 bereits beschlossen Verlängerung des Führerscheins nach 15 Jahren weitere gesundheitliche Überprüfungen fordert.
Dies zielt eindeutig auf die Gruppe der Senioren, die in Hamburg den höchsten Verursacheranteil (61 %) am Unfallgeschehen haben soll.

Ist diese Aussage auch für Hessen und den Vogelsbergkreis richtig? Der Vorsitzende des Seniorenbeirats der Kreisstadt Lauterbach Michael Duschka hat die veröffentlichten Zahlen der Hessischen Polizei für das Jahr 2011 ausgewertet:
im Vogelsbergkreis registrierte die Polizei 2943 Verkehrsunfälle, davon 111 Unfälle mit Schwerverletzten. Der Anteil der Senioren über 65 Jahren lag unterdurchschnittlich bei 18,9 %.
In Hessen wurden 30.633 Verkehrsunfälle aufgenommen, davon verursachte die Gruppe der 18 bis 24 Jährigen allein 25,8 % der Unfälle, die Senioren waren auf Hessens Landstraßen mit 9,2 % beteiligt.
Hamburgs Innensenator sollte sich tatsächlich ernsthaft Gedanken machen, wie er die Situation in Hamburg verbessern kann.

Die Hauptunfallursachen im Vogelsberg sind überhöhte Geschwindigkeit, zu geringer Abstand und Vorfahrtsverletzungen. Erst bei all den anderen Ursachen wie falsches Überholen, falsche Straßenbenutzung, falsches Abbiegen und Wenden erscheint dann die Unfallursache „Verkehrstüchtigkeit“.
Dennoch ist es unbestritten, dass im Alter Veränderungen des Sehvermögens, der Beweglichkeit, des Gehörs und des Reaktionsvermögens festzustellen sind.
Vernünftige Senioren richten sich darauf ein: sie wählen vertraute Strecken, fahren bei Tageslicht, fahren besonders aufmerksam und rücksichtsvoll. Die Verkehrstüchtigkeit älterer Menschen generell in Frage zu stellen ist diskriminierend.

Michael Duschka sieht die Fragestellung anders: Was können wir tun, um die Zahl der Verkehrsunfälle zu verringern?

Jetzt sieht man sehr schnell, dass die Verkehrstüchtigkeit nur ein Teil von vielen Lösungsansätzen ist. Verkehrsüberwachung, Geschwindigkeitsbegrenzung auf 130 km/h, 0,0 Promille Grenze, sind weitere wichtige Themen.

Und bei aller Statistik muss man auch die örtlichen Gegebenheiten sehen. Hier im Vogelsberg ist der öffentliche Nahverkehr nicht so attraktiv, dass ich auf das Auto verzichten kann. Ärzte, Apotheken, Lebensmittelgeschäfte sind nur mit dem Auto erreichbar. Auch der Arbeitsplatz – demnächst bis zum 70. Lebensjahr – ist nur mit dem Auto zeitgerecht ansteuerbar.
Daher sollten die Planer und Politiker sich neben Gesundheitschecks Gedanken machen, was erforderlich ist beim Straßenbau, bei den Parkplätzen, der Beleuchtung und der Beschilderung, um für alle Verkehrsteilnehmer das Autofahren sicherer und leichter zu machen.

Michael Duschka
Lauterbach, 19. April 2012,

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11. April 2012

Seniorenbeirat Lauterbach hat sich neu konstituiert

Heute, am 11.4.2012 hat sich der neue Seniorenbeirat Lauterbach in seiner ersten Sitzung dieser Legislaturperiode konstituiert. Die in Ur-Briefwahl gewählten 15 Mitglieder hatten alle die Wahl angenommen und wählten aus ihrer Mitte dann den Vorsitzenden, dessen Stellvertreter und den Schriftführer nebst dessen Vertreter.

Zunächst wurden die ausscheidenden Altmitglieder vom Noch-Vorsitzenden Dr. Liller und von Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller mit Dank und einem kleinen Präsent der Stadt verabschiedet.

Der älteste Seniorenbeirat, Herr Martin Rahner, leitete dann nach einführenden Worten die Wahl des Vorsitzenden.

Da es nur einen Wahlvorschlag gab, stimmte man in offener Abstimmung mit aller Zustimmung ab und wählte Michael Duschka einstimmig zum Vorsitzenden für eine Periode von fünf Jahren. Der ehemalige Vorsitzende, Dr. Bernd Liller, stand aus persönlichen Gründen nicht mehr für die Kandidatur zur Verfügung, wurde aber dann als Schriftführer mit seiner Zustimmung gewählt. Das Protokoll der Sitzungen wird aber von einem Mitarbeiter der Verwaltung, Herrn Hans-Helmut Möller geführt, der zum stv. Schriftführer gewählt wurde. Ebenso blieb Wilfried Haas in seinem früheren Amt als stv. Vorsitzender.

Michael Duschka leitete dann die restliche Versammlungszeit, informierte die neuen und alten Mitglieder über die Gebräuche und Abläufe in der täglichen Arbeit und gab vielerlei Hinweise auf das weitere Vorgehen im Rahmen der Sitzungen und Ausschußbesuchen. Die Arbeitsgruppen zu den Besuchen der Stadtgremien wurden neu formiert. Sie sind die wichtige Informationsquelle für die Beiratsarbeit, um immer auf dem Laufenden zu sein, was in den Gremien so geschieht und legen dann die für die Seniorenarbeit relevanten Themen in den Sitzungen dar.

Nach Fototermin für die Presse und tagesaktuellen Mitteilungen wurde die nächste Sitzung für den 31.Main 2012 terminiert. Die Sitzung ist öffentlich, wie alle Sitzungen, Besucher sind willkommen. Sie findet im Rathaus, meist im sogen. Ebelzimmer statt.

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22. März 2012

Alter Esel – Gebäudekomplex für Jedermann

Hoffnungsfroh stimmt, dass die Komplettrestaurierung des sogen. Alten Esel-Komplexes mitten in Lauterbach voran geht. Schon im Mai soll der Steinbau-Teil mit der neuen Stadtbibliothek in Gebrauch genommen werden. Man darf auf die neue technische und innenarchitektonische Einrichtungsweise gespannt sein.

Bis Ende 2012 soll dann schon die Volkshochschule ihr neues Domizil beziehen können, es sei denn  es gäbe noch unerwartete Schwierigkeiten. Danach ist der Komplex der Musikschule im Visier. Wie das alles im Detail aussehen wird, kann man mit Spannung erwarten.

Fest steht momentan: der gewohnt große Parkplatz vor dem Gebäudekomplex Alter Esel wird erst mal auf absehbare Zeit den Bauarbeiterfahrzeugen vorbehalten sein. Also, Parken in Innenstadtnähe ist erst mal dort nicht möglich. Aber das nimmt man doch gerne in Kauf, in Anbetracht der Tatsache, dass mit öffentlichen Mitteln etwas Nachhaltiges und auch Bürgernahes geschaffen wird.

Übrigens: die Senioren werden dort auch zusammen mit anderen Nutzergruppen einen Raum haben, in dem sich dann allfällige Aktivitäten entfalten können.

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05. März 2012

Seniorenbeiratswahl erfolgreich!

Das offizielle Endergebnis der Seniorenbeiratswahlen 2012 steht fest: Wahlbeteiligung 39,85% .

Es kommen sieben neue Beiratsmitglieder in den Bestand der Ausgeschiedenen.  Alle anderen, also acht Personen sind weiterhin dabei.

Spannend können die Vorstandskandidaturen werden.

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