31. Januar 2012

Machen Wurst und Cola-Getränke schneller alt ?

Im neuesten Deutschen Ärzteblatt (Heft  4/2012) findet sich ein überraschend interessanter, wissenschaftlich fundierter Artikel über die Rolle der Phosphorsalze (Phosphate) in der Nahrung und den Zusammenhang mit dem Phänomen des Alterns.
Man hat erst bei Mäusen, aber auch dann bei Menschen festgestellt, dass bestimmte Nahrungsmittel, die Phosphate in anorganischer Form vermehrt enthalten, bei häufigem Konsum zu Nierenstörungen, Arterienverkalkungen und vorzeitiger Osteoporose, also den biologischen Zeichen des Alterns, führen.
Es ist noch nicht so sehr lange her, als man entdeckte, dass die Regulierung des Phosphatspiegels im Blut an ein hochkomplexes Hormon-Enzym-Regulations-System gebunden ist. Noch ist unklar, ob es erbliche Faktoren für Störungen in diesem System gibt. Man weiß jetzt jedenfalls, dass Blut-Phosphaterhöhungen zu einer Umwandlung von Zellen in der Blutgefäßinnenwand führen und damit zur Verkalkung derselben. Sicher ist auch, dass Menschen aus Bevölkerungsschichten, die sehr viel Fast-Food in ihrer Nahrung zu sich nehmen, vermehrt hochnormale Phosphatspiegel im Blut haben und gleichzeitig eine massiv höhere Anfälligkeit für eigentlich altersbedingte Arterienverkalkungen und Nierenschäden.
Man schließt daraus, dass der gewohnheitsmäßige Konsum entsprechender Nahrungsmittel zur ausgesprochen nachteiligen Folgen bei allen Menschen führen würde. Die frühere Sterblichkeit und das vorzeitige Einsetzen der Alterungsprozesse im Gefäßsystem sind die Folge.
Massive Phosphatzusätze finden sich in Wurst- und Fischkonserven, und sie werden meist als Konservierungsmittel, Stabilisatoren, Säureregulatoren, Emulgatoren  oder Geschmacksverstärker eingesetzt. Getränke der Cola-Gruppe haben den Tagesbedarf eines Menschen an Phosphat schon in einem Liter! Da fehlt noch ein Fast-Food-Burger oder Fritten mit Majo, dann noch ein paar Erdnussflips oder Nachos dazu, und schon ist man fast „vergiftet“. Fast alle Fertignahrung, ob gefroren oder nicht, spezielle Backmischungen für Brote und Gebäcke, Schmelzkäsezubereitungen und Schimmelkäsevarianten haben sehr hohe Phosphatgehalte. Alle Phosphatvarianten sind in der EU zugelassen, werden auch in ihrer Art deklariert (E 339, E340, E341, E450, E451, E 452), aber nicht in ihrer Menge im Nahrungsmittel. Auch Milchnahrung hat Phosphate, aber diese sind als organische Verbindungen vorhanden und somit im Darm schlecht aufnehmbar. Die anorganischen werden ohne Hindernisse direkt in Blut übernommen. Man sollte auch nicht glauben, dass vegetarische Ernährung besser sei. Nein, ein sogenannter vegetarischer Brotaufstrich ist eine Phosphatorgie an sich! Die Schmelzkäse-Ecke aber ist der Spitzenreiter in der Phophatskala. Eigentlich ein entbehrliches Nahrungsmittel, oder?
Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion sind massiv betroffen und wissen meist, was sie nicht essen dürfen. Aber diejenigen, die von ihrer evtl. schon leicht eingeschränkten Nierenfunktion nichts wissen können, sind besonders in Gefahr, schnell Probleme zu bekommen. Häufig sind die älteren Menschen, bei denen naturgemäß die Nieren nicht mehr optimal funktionieren. Bei dem massiven Ansteigen des Anteils älterer Menschen in der Bevölkerung wird dies einmal ein wichtiges Diskussionsthema werden. Phosphatarme Diät wird der zuckerfreien Diät mal den Rang ablaufen können. Beide zusammen kombiniert, könnten ältere Bürger etwas besser alt werden lassen.

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26. Januar 2012

Überleben im Vogelsberg

Der Arbeitskreis Neues Wohnen des Bürgernetzwerks Vogelsberg 2020 befasste sich in der letzten Sitzung mit den Aussagen zu der Studie über die Zukunft der Gemeinden im Vogelsberg.

Bisher diskutierte der Arbeitskreis bereits Möglichkeiten und gab Anregungen, wie man auch bei schrumpfenden Einwohnerzahlen und fehlender Infrastruktur selbstbestimmt sogar im hohen Alter in der gewohnten Umgebung leben kann.

Die Themen reichten vom Mehrgenerationenwohnen, kommunikativen Treffpunkten, gemeinschaftlichem oder betreutem Wohnen, Verbesserungen der Wohnsituation insbesondre in Hinblick auf Barrierefreiheit, Sicherung des Wohnumfeldes aus kommunaler Sicht, Beratung, Hilfen aus einer Hand bis hin zum Wohnen im Quartier unter Einbindung einer stationären Einrichtung wie z.B. des Sozialzentrums der AWO, so Michael Duschka.

Die schrumpfenden Zahlen im Vogelsberg sind gleichzeitig verbunden mit einem Anstieg der Zahl der Älteren und damit auch der Pflegebedürftigen. Es werden zukünftig mehr Menschen im Vogelsberg leben, deren Alltagskompetenz eingeschränkt ist.

Da aber die Zahl der erforderlichen Pflegekräfte auch aus finanziellen Gründen nicht parallel steigen wird, sind wir vermehrt auf gegenseitige Hilfe angewiesen.

Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, dass ehrenamtlich Tätige und Selbtsthilfeorganisationen, die Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz unterstützen, finanziell gefördert werden sollen. Entsprechende Gesetzesänderungen bestehen bereits im Sozialgesetzbuch XI. Auch die Einrichtung von privaten Pflegegruppen für dement Kranke wird konkret gefördert.

Hier sind die Kommunen gefordert. So könnten Dorfgemeinschaftshäuser, die nicht mehr ausreichend genutzt und nicht mehr finanziert werden können, z.B. privaten Pflegegruppen zur Verfügung gestellt werden.

Aber auch die Verbände wie z.B. das Diakonische Werk könnten überlegen, ob es sinnvoll ist, teure Mietobjekte in den Großstädten zu finanzieren, obwohl im Vogelsberg zwischenzeitlich Immobilien leer stehen und kaum noch zu verkaufen sind.

Michael Duschka überlegt, das z.B. das Diakonische Werk in Frankfurt 400 dement Erkrankte in kleinen Wohngruppen betreut. Wenn nur die Hälfte dieser Menschen in 20 Dörfern des Vogelsbergkreises in Pflegegruppen von 10 Personen beheimatet würden, wäre das ein Gewinn für alle.

Lautertals Bürgermeister Heiko Stock, der für Modellrechnungen die Daten seiner Gemeinde zur Verfügung gestellt hat, formuliert es bei der Vorstellung der Studie so: es ist an der Zeit nicht nur zu reden, sondern zu handeln!

Die Teilnehmer des Arbeitskreises sind erfreut, dass der Landkreis mit dem Aktionsprogramm „Regionale Daseinsvorsorge“ den richtigen Weg beschritten hat. Das Bürgernetzwerk Vogelsberg wird als regionaler Akteur seine Gedanken dort mit einbringen.

Michael Duschka

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16. Dezember 2011

Koch- und Knobelclub feiert Advent

An diesem Mittwoch schmückten die Senioren und Seniorinnen des “Koch- und Knobelclubs” den Aufenthaltsraum in der Eichberg-Schule unter Leitung von Christine Nies weihnachtlich, denn es sollte mit den Kindern, allen Helfern und den Unterstützern des Rotary-Clubs Lauterbach – Schlitz der Nikolaus begrüßt werden.

Dr. Bernd Liller und Michael Duschka brachten ihre Freude zum Ausdruck, dass nun bereits im dritten Jahr sich eine Freundschaft zwischen den Kindern und Senioren entwickelt hat, die sich für alle positiv auswirkt.

Diese ehrenamtliche Arbeit wird unterstützt von den Lehrkräften der Eichbergschule und vom Seniorenbeirat der Kreisstadt Lauterbach. Anerkennung finden die Ehrenamtlichen auch dadurch, dass der Rotary-Club Lauterbach weiterhin die notwendigen Kosten für Speisen und Getränke übernimmt.
Baron Joachim Riedesel, Dr. Hans-Ulrich Wagner und Dr. Walter Kniepert fanden lobende Worte für diese gemeinsamen Aktivitäten.

Lehrerin Isa Ludewig trug mit den Kindern eine Weihnachtsgeschichte vor, in der Ausdauer und Bescheidenheit zum Erfolg führten.

Endlich kam der Nikolaus und befragte nicht nur die Kinder sondern auch die Erwachsenen. Da nur von guten Dingen berichtet wurde, hatte er für jedes Kind einen kleinen Sack mit Geschenken dabei.

Da an diesem Tage keine Hausaufgaben gemacht werden mussten, war Zeit, um sich gemeinsam mit weihnachtlichen Liedern auf das Fest einzustimmen.

Michael Duschka, Lauterbach,
16. Dezember 2011

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11. Oktober 2011

Ehrenamts-Suchmaschine auch im VB-Kreis

Lange ersehnt und jetzt umgesetzt. Das Land Hessen hat eine Ehrenamts-Suchmaschine eingerichtet, an der sich jetzt auch der Vogelsbergkreis beteiligt. Hier der Web-Link: http://www.gemeinsam-aktiv.de/dynasite.cfm?dsmid=5224

Da kann man suchen, nach Orten und Interessengebieten getrennt, ob es etwas Passendes für einen gibt.

Vereine und sonstige verläßliche Einrichtungen können auch Gesuche in einer Datenbank eingeben, die dann zunächst von einer Kreismitarbeiterin auf Tauglichkeit überprüft wird, danach auch in der Datenbank veröffentlicht ist.

Hier der Link: http://www.vogelsbergkreis.de/Ehrenamtssuchmaschine.1131.0.html

Mit heutigem Datum (11.10.11) finden sich erst sechs Einträge, aber es werden sicherlich täglich mehr, wenn erst mal das Wissen um diese Datenbank verbreitet ist. Dem dient auch dieser Blogartikel.

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07. Oktober 2011

Pflegebedürftigkeit – Pflegestützpunkt – 3.11.2011 Johannesberg

Der Lauterbacher Seniorenbeirat organisiert zusammen mit dem VdK Sozialverband, Ortgruppe Lauterbach, eine Veranstaltung zum Thema Pflegebedürftigkeit und wie dabei der Kreis-Plfegestützpunkt dabei eingebaut werden kann.

Der Pflegestützpunkt kümmert sich organisatorisch um die Fragenkreise der Pflege, gleich ob es alte Menschen betrifft oder auch junge, die z.B. nach Unfällen und KrankheitenPflegeleistung benötigen. Der Privatmensch ist oft sehr hilflos in der Situation, in der akut Pflegebedarf entsteht. Es geht um Adressen, Finanzierung, Personen, Dienstleister, Nachbarschaftshilfe oder was sonst noch anfällt.

Die Dienstleistung des Pflegestützpunktes an sich ist kostenfrei, das bezahlen die Pflegekassen und der Kreis. Jeder darf sich an diese Stelle im Landratsamt wenden.

Bei der Veranstaltung wird auch eine Gebärdendolmetscherin aktiv sein, die unseren gehörlosen Mitbürgern das gesprochene Wort verdeutlichen wird.

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20. Juli 2011

Internet, auch für Senioren relevant

Immer wieder hört man von seinen älteren Mitbürgern, sie bräuchten kein Internet: die Zeitung reicht mir, den Rest erfahre ich aus dem Fernsehen. Gut, dass nicht alle so denken. Heute kommen wichtige Informationen zum Teil nur noch über die Internetschiene. Das Nachschlagen im Lexikon ist Senioren noch vertraut, nur dafür muss man es erst mal haben. Seine Informationen veralten aber schon an dem Tag, wo sie gedruckt werden. Zeitaktuelle Information gibt es da nicht.

Der grosse Komplex des Einkaufens im Internet bietet außer der Vielfalt des Angebotes aber auch Risiken, wenn man die Spielregeln nicht kennt. Dieser Tage bekam ich eine Webadresse zugesandt, die ich persönlich überprüfte: wirklich gute und leicht verständliche Tipps zum Komplex Internet  und sonstiger, unser modernes Leben betreffender Problemkreise. Hier der Link: http://www.billig-tarife.de/internettarife/senioren-ratgeber.php

Die Schwelle zum Internet ist ja für manche Senioren hoch: erst mal sehen sie den Nutzen nicht ein. Dann haben sie Scheu, sich mit dem PC zu beschäftigen. Danach haben sie Angst, Fehler zu machen und Betrügern auf den Leim zu gehen. Vor lauter Ängsten unterbleiben Versuch und Initiative, internetfähiger Senior zu werden. Frauen sind da übrigens aufgeschlossener. Und im Prinzip ist das auch gut, denn “Das Alter ist weiblich”, sagte mal ein Fachmann in Seniorenfragen. Wir wissen alle, dass Witwen manchmal den formellen Dingen mit Behörden, Geschäften und Banken hilflos gegenüberstehen. Wenn sie die Damenwelt um die 50 heute intensiv mit dem Internet beschäftigte, würde sie später keine Probleme mehr mit dem Erlangen von Information, Ware und Dienstleistungen mit Hilfe des Internets haben.

Dennoch will ich auch den Herrn der Schöpfung empfehlen, mit ihren Damen zusammen, die Eigenschulung  in die Wege zu leiten, auch wenn sie sich dem 70. Lebensjahr schon genähert oder überschritten haben. So lange der Kopf funktioniert, lernt man die notwendigen Schritte noch. Das mag zwar langsamer gehen, als es in jungen Jahren gewesen wäre, aber es wird klappen.

Die Volkshochschule bietet Kurse für PC und auch Internet an, private Anbieter tun dies auch und nicht zuletzt kann man vielleicht einen Schüler bitten, einem die Dinge nahe zu bringen und ihm dafür ein Taschengeld oder sonstige nette Dinge zu schenken.

Noch ein Appetithappen für Zögerer: mit Hilfe des PC´s und Internet können Sie mit ihren Kindern und Enkeln auch über grosse Distanzen hinweg Video-Telefonie betreiben, ohne separat dafür zahlen zu müssen. Skype heißt das Zauberwort. Das ist eine Anwendung, die es zwei Internetnutzern erlaubt, von Angesicht zu Angesicht miteinander sprechen zu können.

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16. Juni 2011

Seniorenfahrt im Juli kann starten

Der gesellige Ausflug nach Seligenstadt und Aschaffenburg per Bus und Schiff auf dem Main wird, wie geplant, am 15.7.11 in Lauterbach stattfinden. Bis zum Anmeldestichtag, dem 15.6. hatten sich ausreichend Mitfahrer verbindlich angemeldet.

Somit können die Nachzügler jetzt auch noch buchen. Das Orga-Team des Seniorenbeirates Lauterbach hat jetzt die Anmeldefrist auf den 1.7.11 verlegt. Als zusätzlicher Anreiz ist noch die Möglichkeit, bei kleiner Rente den Sozialnachlass in Höhe von 50% des Fahrpreises zu bekommen. Bei extrem kleinen Renten kann auch der Gesamtfahrpreis erlassen werden. Die Hilfe einer örtlichen Stiftung für soziale Zwecke hat es möglich gemacht. Die Gewährung der Nachlässe hängt nur am Ausfüllen einer einfach gehaltenen Selbsterklärung, die bei der Anmeldung im Rathaus vor Ort ausgefüllt werden kann.

Es gibt also jetzt keine wirkliche materielle Gründe mehr, nicht mitzufahren. Willkommen an Bord!!

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05. Mai 2011

Vandalismus an der Eichbergschule in Lauterbach

„Selbst die Spielhäuschen für die Schüler sind zerstört worden“

Der Schulleiter und der Hausmeister der Eichbergschule berichten im Lauterbacher Anzeiger vom 5. Mai 2011 über Beschädigungen, Zerstörungen, Schmutz, Urin und Glasscherben auf dem Schulgelände. Diese Problematik ist den Verantwortlichen seit Jahren bekannt.

Auch ist allgemein anerkannt, dass man Jugendliche nicht von Plätzen und Straßen lediglich verdrängen sollte; sie benötigen Aufenthaltsorte, an denen sie sich treffen und unterhalten können, ohne dass eine ständige Kontrolle von Erwachsenen erfolgt. Allerdings sollten bestimmte Regeln eingehalten werden.

Dazu sagt der Schulleiter: „Eine erhebliche Verschlimmerung ist eingetreten, seit es den freiwilligen Polizeidienst nicht mehr gibt.“ Dieser hatte ein persönliches Verhältnis zu den Jugendlichen aufgebaut.

Der Freiwillige Polizeidienst ist Ende 2010 eingestellt worden. Als Begründung wurden die Kosten genannt, da es sich um freiwillige Ausgaben der Kommune handelt.

Der Freiwillige Polizeidienst bestand aus Bürgern und Bürgerinnen, die sich ausbilden liessen und ehrenamtlich durch ihre Präsenz in Uniform und durch Gespräche die öffentliche Sicherheit in Lauterbach verbessern sollten. Als Aufwandsentschädigung wurden 7,-Euro pro Stunde bezahlt, höchstens 20 Stunden im Monat waren vorgesehen, d.h. maximal 140 ,- Euro im Monat.

Trotz Hinweises auch auf die Situation an der Eichbergschule, trotz des Bedürfnisses insbesondere der Senioren nach mehr Sicherheit, wurde der Freiwillige Polizeidienst in Lauterbach eingestellt.

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26. März 2011

Hephata baut Alteneinrichtung bis Ende 2012. Spatenstichfeier in Lauterbach

Etwa 60 geladene Gäste, darunter die obligaten Politikvertreter aber auch potentielle Interessenten, wohnten dem feierlichen “Ersten Spatenstich” der Hephata-Alteneinrichtung in Lauterbach bei.

Zuhörer sitzen aufmerksam lauschend in der "Baugrube"

Bei herrlichem Sonnenschein konnte die Theologin und Direktorin der Geschäftsleitung, Frau Barbara Eschen, dem sogen. Spatenstich die spirituelle Dimension mit ihren wohl gewählten Worten verleihen. Direktor Klaus D. Horchem war dann für die eher weltlich-praktischen Informationen zuständig. Der Architektenbürovertreter, ein gebürtiger Anglosachse mit nettem Deutsch-Akzent, erzähle einige launige Dinge aus de Planungsphase.

Gespannt hörten die Gäste der "Spatenstich-Veranstaltung" den vortragenden Rednern zu

Unser Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller stellte in wohlgesetzten Worten den Werdegang in Umrissen dar, da es nicht ganz einfach war, das Projekt auf die Füße zu stellen. Die Verwaltung half wo es ging, aber dennoch dauerte es von den ersten Gesprächen bis zum Spatenstich vier Jahre! – Ende 2012 soll das neue Haus für die Senioren beziehbar sein.

Es werden sich 60 Pflegeplätze, in Wohngruppen angeordnet, finden, dazu auf dem Areal ein Sanierungsbau mit 8 barrierefreien modernen Wohnungen im System des sogen. “betreuten Wohnens”. Das heißt, dass die Mieter dann je nach Bedarf Dienstleistungen des Pflegehauses in Anspruch nehmen können, und sich eine Sozialarbeiterin um die Belange dieses Personenkreises kümmern wird. Da ist nicht selbstverständlich in solchen Einrichtungen. Wichtig wird auch die gesellschaftliche Öffnung der Einrichtung nach außen hin sein. Man will die Bürger mit einbinden in das tägliche Leben der Einrichtung. Da deuten sich Partnerschaften mit Schule, Quartiersbewohnern und Angehörigen an.

Spatenstich- Spatenwurf: Die Prominenz "arbeitet hart"

Im Anschluss an die Spatenstiche versammelten sich die Festgäste im benachbarten “Johannesberg-Saal” zum kleinen Imbiss, wobei die Pläne der Neubauten ausgehängt waren und auf regen Zuspruch bei den Gästen stießen. Auch kamen die Akteure und Gäste miteinander in Gespräch.

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22. März 2011

Wie können Senioren wohnen? Heute: Quartierswohnen

Im letzten Blogbeitrag sprach ich die Wohnform der WG an. Jetzt möchte ich eine Alternative vorstellen, die weniger bekannt ist, aber auch in ländlicher Struktur durchaus einen Mehrwert für das Seniorenwohnen hat: Das Quartierswohnen.

Ein Wohnquartier ist ein überschaubarer Bereich von Häusern, die relativ nahe beieinander liegen müssen, also maximal von einem Ende zum anderen ca. 500 Meter Entfernung voneinander haben. Alle Wohnungen in diesen Häusern sollten nach und nach seniorengerecht gestaltet werden. Das fängt bei den teuren baulichen Veränderungen an, um zu ebener Erde in die Wohnungen hinein und hinaus zu kommen, und führt dann über die Wohnungsinnenrenovierung im Sinne der Barrierefreiheit zu den Aufbaumaßnahmen der Nachbarschaftsbeziehungen.

Hierfür braucht man eine Person, die sich um die Kontakte der Wohnungsbewohner speziell kümmert, den “Kümmerer”, den Moderator, oder wie man die Person auch immer bezeichnen möchte.

Die Aufgabe dieser “Kümmerer” ist, Gemeinsamkeiten und gegenseitiges Kennenlernen zu zeigen bzw. zu vermitteln. Das kann man mit organisierten kleinen Treffen zwischen 2-6 Bewohnern machen, oder mit der Einrichtung eines regelmäßig besuchbaren Treffpunktes, an dem die Anliegen aller vorgestellt werden und auch vermittelt werden können. Dazu Kaffee und Kuchen, Saft und Bier, Wein und was auch immer, Spiele, Liedermittage, Seniorengymnastik u.v.a.m. . Der Kümmerer muss auf jeden Fall “Klinken putzen” gehen, denn von alleine kommen die älteren Bewohner eines Quartieres anfangs nicht zu den Treffen.

Bei solchen Treffen zeigen sich denn auch die verschiedenen Talente der Bewohner im Quartier. Man sollte als aktiver und fitter Senior/in noch bereit sein, wie bei einer offenen Nachbarschaftshilfe, auch in diesem geschlossenen System anderen seine Hilfe und Stütze anzubieten. Ein gemeinsamer Rundruf per Telefonkette, ein Hausnotruf, der sich an eine Zentrale anlehnt, und die regelmäßigen Treffen helfen Sicherheit zu generieren oder zumindestens der Vereinsamung der Seniorensingles entgegen zu wirken. Diese Koordinationstreffen kann man natürlich auch in den Gemeinschaftsräumen einer Senioreneinrichtung stattfinden lassen.

Die nächste Ausbaustufe wäre die Anbindung an eine stationäre Einrichtung, die vielerlei Dienstleistungen für ihre eher wenig aktiven Bewohner anbieten muss und diese auch den sogen. Externen anbieten könnte. Dies da wären: Tagspflege, Wäschedienst, Friseurdienst, Essensdienste, Besuchsdienste, Hauswirtschaftsdienste, ambulante Pflegedienste, Veranstaltungen unterhaltsamer und kulturell anspruchsvoller Art.

Durch die engen Kontakte mit dem Altenzentrum würden auch Vorbehalte bei der externen Bewohnerschaft abgebaut werden, die ja das Problem der Pflege im hohen Alter bewußt oder unbewußt verdrängt und die Entscheidungen in dieser Richtung vor sich herschiebt. Die Angehörigen der dann wirklich stationär Pflegebedürftigen hätten es dann leichter, Überzeugungsarbeit für die stationäre Einrichtungsunterbringung zu leisten. Die Einrichtung hätte einen höheren Anteil an Nutzerbewohner zu erwarten, als dies sonst der Fall wäre. Also das wäre gut für alle Beteiligten.

Mal sehen, ob die Akteure des neu eingerichteten Pflegestützpunktes Vogelsbergkreis sich diese Variante ansehen und auf Umsetzbarkeit prüfen werden.

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09. März 2011

Wie können Senioren wohnen? Heute: Die WG

Am besten wäre es, in einem Haus mit Rundumversorgung, Verwandtschaftsanwesenheit und absoluter Unabhängigkeit zu wohnen, wenn dann mal die alten schwächeren Zeiten anbrechen. Oder?

Aber seien wir ehrlich, gute Alternativen gibt es auch sonst noch. In den USA gibt es richtige Seniorendörfer, oder – wie man dort zu sagen pflegt: Seniorenresorts – aber nicht für wirklich Jedermann. Dieser Hinweis ergab sich aus einer Twitteranmerkung, die ich mal hier verlinke: http://www.dewia.de/wordpress/2011/03/

seniorendorfer-die-losung-fur-den-demographischen-wandel/.
Aber sicher gibt es auch noch andere Varianten, seine alten Tage sicher zu verbringen. Nur – , man muss sich rechtzeitig danach umtun und erkundigen oder sich in Haus und Hof organisieren. Da gilt es Vieles zu bedenken. Meint man, dass es bis zum Lebensende innerhalb der eigenen vier Wände geht, müssen aber auch alle Faktoren bedacht werden, die dies ermöglichen können: Wohnungslage und Möglichkeit des barrierearmen Hinausgehens auf die Strasse, Barrierefreiheit des Sanitärbereiches, Versorgung durch Nachbarn, Angehörige und Mitbewohner und vieles andere mehr. Und letztlich muss man wissen, dass alle Hilfeleistungen irgendwie richtig Geld kosten werden. Mit Trinkgeldern kann man allenfalls die Kosten für die sogen. kleinen Hilfen abdecken. Will man aber regelmäßig entlastet werden, sei es im Haushalt oder bei den Transporten, geht das nur mit viel Finanzeinsatz. Wohl dem der eine gute Rente hat oder sein Gespartes dann auch einsetzen will.

Kehrt die Pflegebedürftigkeit dennoch vor der Zeit ins Haus ein, dann sollte man für sich ein Konzept im Kopf haben -, oder es schriftlich niederlegen, wie man das bewältigen würde. Feste Verträge mit Pflegedienstleistern sind dann sinnvoll, aber erst, wenn die Pflege wirklich ansteht. Dann läßt man sich einen Kostenvoranschlag für die verlangten Leistungen machen und vergleicht die Summen, aber auch die agierenden Menschen vor Ort. Nicht alles, was erst preiswert erscheint, ist auch gut genug für einen selbst.

Ein schöner Ausweg ist der Einzug in eine Senioren Wohngemeinschaft (WG). Die Alt-Sechziger kennen das noch aus den Studentenzeiten. Das verlangt erst mal eine Menge Basisorganisation und das Schaffen eines akzeptierten Regelwerkes für das Zusammenleben unter einem Dach. Da alle Bewohner schon eine lange Lebensbiografie haben, ist das nicht unbedingt einfach.

Grundprinzip der WG ist, dass jeder Einzelne auch einen persönlichen Rückzugsraum für sich hat. Der muss nicht gross sein, aber er muss den Bewohner für seine Rückzugsstunden zufrieden stellen. Die allgemeinen Räume werden dann gemeinsam genutzt und führen zwangsweise zur Begegnung untereinander. Die täglichen Routinen und auch die erfreulichen Feiern oder Ausfahrten kann man dann schön gemeinsam tun.

Günstig ist es, wenn ein WG-Moderator von außen hilft, das System “am Laufen” zu halten. So können Streit um lächerliche Differenzen vermieden werden. Das kostet aber auch Geld, ist aber gut angelegt. Die teuren Dinge, die ein Einzelner kaum mehr bezahlen kann, werden dann gemeinsam finanziert: Moderator, tägliche Reinigung der Sanitärobjekte, Grobputzdienst, Hausnotruf, Strassenreinigung und Winterdienst, Haus-und Hofreinigungen und Gartenpflege, Fahrdienste oder eigenes WG-Kfz, evtl. hauswirtschaftliche Hilfe für die Essenszubereitung. Die Liste ist sicher nicht vollständig.

Schön ist dabei, dass diejenigen WG-Mitbewohner, die körperlich und geistig noch aktiv sind, einen Teil der Aufgaben selbst erledigen, quasi ehrenamtlich für diejenigen, die es nicht mehr können. Man hat dann also seine private Nachbarschaftshilfe organisiert. Das gemeinsame Tun und Machen ist die Triebfeder für alle, möglichst lange fit zu bleiben. Eine Minimalgröße einer Senioren-WG sind vier Personen, damit sich die Talente etwas ausgleichen können. Besser wären 2-4 mehr, also 6-8 Personen unter einem Dach. Da wird es preiswerter.

Voraussetzung ist das Vorhandensein einer geeigneten Immobilie, die auch weitgehend barrierefrei nutzbar sein sollte. Sie wir dann von den Bewohnern selbst möbiliert und in Ordnung gehalten, ganz wie es bei klassischen Mieterfamilien auch nötig ist.
In den Ballungszentren wird dies schon reichlich genutzt, wenn auch nicht so viel, wie es sinnvoll wäre.

Wie kommt man an eine solche WG? Man kann in der örtlichen Presse entsprechend annoncieren, sucht damit gleich Gesinnte für das Vorhaben. Es gibt auch eine Internetplattform : http://www.pluswgs.de/ , wo nach Bundesländern sortiert, die Angebote und Nachfragen aufgeführt sind. Die persönliche Schiene ist sicher die bessere, d.h. herumfragen.

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25. Februar 2011

Straßenreinigungs-Satzung. Schwer verständlich!

In seiner letzten Seniorenbeiratsitzung haben sich die Mitglieder der aktuell gültigen Straßenreinigungs-Satzung angenommen. Auslöser war eigentlich der schneereiche Winter, in dem viele Ältere an die Grenzen ihrer Räumpflicht-Kräfte stießen. Einzelne hatten im Sinne, eine Befreiung von der Streu- und Räumpflicht zu beantragen.

Um es gleich zu sagen: das geht im Prinzip nur bei nicht in der Person bedingten Umständen, also nicht wegen Alters, Schwäche, sozialem Status usw. Wenn man etwa Anlieger einer Straße ist, die zu einer Mülldeponie führt und ständig müllverschmutzt wäre, dann käme eine Befreiung evtl in Frage. Obwohl in diesem Falle die Müllabfuhrfirma zunächst säuberungspflichtig wäre.

Es wurde vereinbart, dass das Ordnungsamt der Kommune im Oktober eine Veröffentlichung macht, in der einerseits auf die anstehenden Winterprobleme aufmerksam gemacht wird und andererseits auch eine Liste der örtlichen Unternehmen, die gegen Entgelt bei der Erledigung der Streu- und Räumpflicht helfen können, darstellt. Auch an die rechtzeitige Beauftragung von Nachbarn oder Nachbarschaftshilfe-Vereinen wird erinnert werden.

Nun aber zu dem zweiten Punkt, der in der Satzung auffiel: Es wird generell davon ausgegangen, dass die Anlieger auch für die Reinigung der Strasse bis in ihre Mitte zuständig sind, sowie für Radwege, Parkplätze, Fußwege und Übergehwege. – Dies ist in Anbetracht der Pflicht, auch verkehrsreiche Strassen säubern zu müssen, wirklich nicht gut. Bundes- und Landesstraßen-Anlieger begeben sich in akute Lebensgefahr, und das nicht nur die Senioren, wenn sie ihrer in der Satzung erwähnten Säuberungspflicht nachkommen wollten.

Die Gemeinden Wartenberg und Grebenhain haben da eine bessere Lösung gefunden, wobei sie in der Satzung von vorne herein die Reinigung der genannten Straßen, die in einem Verzeichnis aufgeführt sind, übernehmen. Nur der Rest bleibt noch in der Pflicht der Anlieger. Die Schneeräumung der Straßen ist auch gemäß der Lauterbacher Satzung Sache der Gemeinde oder der Straßenverkehrsämter.

Der Seniorenbeirat hat jetzt die Verwaltung gebeten, die nötigen Verbesserungschritte in die Wege zu leiten.

Wer die aktuelle Lauterbacher Straßenreinigungs-Satzung lesen möchte, kann sie gratis von der Website der Stadt unter dem folgenden Link herunterladen:

http://www.lauterbach-hessen.de/rathaus/satzungssammlung.html

oder Sie laden die Datei im pdf-Format gleich von hier runter: LAT_Satzung_Strassenreinigung

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22. Januar 2011

Pflegestützpunkt

Flyer des neuen Pflegestützpunkts

beim Landrat des Vogelsbergkreises

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13. Januar 2011

Pflegestützpunkt Vogelsbergkreis: NEU

Nach dem hessischen Pflegeweiterentwicklungsgesetzt (Pfui! welch langer Name), erlegte der Gesetzgeber den Kreisen und kreisfreien Städten die Errichtung von sogen. Pflegestützpunkten auf. Wie das im Detail für den Vogelsbergkreis ausgestaltet wurde, konnten die Seniorenvertreter aus dem Kreis in ihrem Neujahrstreffen aus dem Munde der beiden Damen persönlich hören, die vom VB-Kreis und der AOK Hessen zu gleichen Teilen bezahlt werden.

Der Kreis hat den Pflegestützpunkt im Landratsamt in Lauterbach in dem ersten Obergeschoss angesiedelt. Dort können alle informationshungrigen Bürger des Kreisgebietes ihre Fragen und Kummer in Bezug auf Pflegeprobleme bei Alt und Jung, Behinderten und sonstigen Betreuungsschwierigkeiten loswerden, können kompetente Antworten und Ratschläge bekommen und werden auch im Bedarfsfalle persönlich von dort aus betreut, d.h. bekommen alle Hilfe in dem Dschungel der Sozial- und Pflegebürokratie.

Die Telefonnummern sind 06641-977-2091 (Frau Monique Abel) und 06641-977-2092 (Frau Sabine Leskien). Offene Sprechzeiten sind Mo, Di, Fr von 9-12 Uhr und Do von 14-17 Uhr. Ein Anrufbeantworter ist geschaltet, wenn die Damen außer Hause tätig sind.

Die Beratungs- und Betreuungsangebote des Pflegestützpunktes sind für den Bürger als Nutzer kostenfrei, die Stellen werden aus Steuermitteln und Pflegekassenbeiträgen bezahlt. Günstig ist, dass im gleichen Hause, ein Stock tiefer, die Büros des Amtes für Soziale Sicherung sind, und somit kurze Wege für alle Beteiligten in dem übergreifenden Themenbereich möglich sind.

Wichtig ist, dass diese Pflegestützpunktarbeit nicht nur für Senioren bestimmt ist, sondern wirklich für alle Altersklassen, u.a. auch f+r Kinder aus Familien mit besonderen Pflege- und Sozialproblemen.

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28. November 2010

Weihnachtszeit – Alt – Einsam – Müde?

Der Glitzerkram täuscht Wohlergehen vor. Junge Menschen haben selten eine Idee, wie es den wirklich Alten und Schwachen Mitmenschen in der Vorweihnachtszeit geht. Nur noch wenige können im Kreise der Grossfamilie leben, die Anderen…..?

Sie leben alleine oder, wenn´s glücklich läuft , zusammen mit einem Partner in großen Häusern, Wohnungen oder in kleinsten Behausungen. Allen gemeinsam ist das Gefühl, abgehängt zu sein: abgehängt von den Aktivitäten der Gesellschaft, der Familie. Es ist nicht angenehm, das für sich zu realisieren, es führt zu Stimmungsdämpfung, ja zu depressiven Zuständen, sogar Selbstmordgedanken gibt es in dieser Zeit des Lichterglanzes. Die eigenen Erinnerungen kommen hoch, die verklärte Zeit mit der Familie, auch wenn es gar nicht immer so glatt lief um Weihnachten herum. Alleine sein ist einerseits Schicksal, kann aber mit Initiativgeist bekämpft werden. Aber diese Kraft hat ein sehr betagter Mensch oft nicht mehr.

Schön wäre es, wenn es reichlich Mitmenschen gäbe, welche die Augen auf machen, solche Einsamen der Gesellschaft zu besuchen, ein paar Momente Zeit zu geben und ihnen zuzuhören. Besuche der Altenwohnstifte werden von den dortigen Betreuungspersonen gerne angenommen, aber auch die alte Nachbarin von nebenan freut sich über ein Gespräch, ein Kuchenstück oder eine Zeitschrift.

Überlegen Sie mal, wo sie vielleicht gerade jetzt gebraucht werden, die dunkle und dennoch glitzernde Zeit mit Menschlichkeit zu erleuchten.

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08. Oktober 2010

Seniorenbeirat hat eigenen Info-Kasten auf dem Marktplatz

Mit Zustimmung der Besitzer des ehem. Geschäftes Polster-Stumpf darf der Seniorenbeirat gegen geringes Entgelt den Schaukasten neben dem ehem. Geschäftseingang Stumpf frei nutzen. Dort werden nun die Dauerinformationen zu sehen sein, aber auch aktuelle Hinweise auf Veranstaltungen oder Tips für die älteren Bürger.

Der VdK-Ortsverein Lauterbach nutzt den Kasten ebenfalls, um auch in der Einkaufszone mehr präsent zu sein.

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26. Mai 2010

Altersarmut – ein Bundestagsbeitrag als Video

Dr. Wolfgang Strengman-Kuhn (Grüne) trägt seinen Beitrag zur Altersarmut in Deutschland vor dem dünn besetzten Bundestag vor.

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30. April 2010

Alles aus einer Hand

Sicher und selbständig im Alter zu Hause wohnen

Lauterbach (   ). Das Bürgernetzwerk Vogelsberg 2020 / Arbeitskreis Neue Wohnformen regt die Gründung eines Dienstleistungsprojektes „Alles aus einer Hand“ an.

In der letzten Sitzung des Arbeitskreises mit örtlichen Vertretern von sozialen Diensten stellten Heidrun Schlumbohm und Michael Duschka anhand des Projekts SIMBA des Sozialdienstes Germering vor, wie durch ein koordiniertes Angebot von Dienstleistungen auf den Einzelfall zugeschnitten Unterstützung für alleinstehende ältere Mitbürger organisiert werden kann.

Allein lebende Menschen laufen Gefahr, sich zu überfordern oder zu vernachlässigen, wenn die Kräfte nachlassen. Davor schützt eine zuverlässige Betreuung mit regelmäßigen Hausbesuchen.“  (zitiert aus SIMBA-Projekt)

Voraussetzung um trotz vorhandener Schwächen oder einer Krankheit eine eigenständige Lebensführung zu ermöglichen ist ein sicheres Wohnen zu Hause. Dies ist möglich, sofern die Wohnung dafür geeignet ist oder entsprechend angepasst wurde (Wohnraumberatung durch DRK oder VdK mit dem Ziel der Wohnraumanpassung).

Jetzt setzt das Projekt  „Alles aus einer Hand“ ein. Es sieht vor, dass erforderliche Service- und Betreuungsleistungen nicht bei einzelnen Diensten angefordert werden müssen, sondern die Koordination von Hilfeleistungen in einer Hand liegt. Die Betreuten haben einen festen Ansprechpartner.

Dazu wird ein Betreuungsvertrag abgeschlossen, der regelmäßige Hausbesuche durch geschulte Betreuer vorsieht (aufsuchende Hilfeleistungsangebote).

Diese Hausbesuche schaffen die Möglichkeit, die richtigen Maßnahmen zu organisieren. Denn die Entscheidung, Hilfe von sich aus anzufordern, ist für die meisten sehr schwierig.

Die Leistungsangebote des Betreuungsvertrages bestehen aus Grundleistungen  und  Wahlleistungen.

Grundleistungen sind: Beratung, Informationen über aktuelle Angebote, Vermittlung von Hilfsdiensten, regelmäßige Kontaktbesuche,  Anschluss an ein 24 Stunden Notrufsystem, Organisation von Freizeitangeboten, Hilfe bei Behördenangelegenheiten, monatliche Treffen für eine monatliche pauschale Grundgebühr.

Wahlleistungen sind: hauswirtschaftliche Hilfen, Einkaufsdienste, Fahrdienste, Hausmeisterdienste, Essen auf Rädern, Besuchs- und Begleitdienste, ambulante Pflege.

Dabei wird auf die bereits bestehenden Einrichtungen wie z.B. Seniorenhilfe Maar, DRK, Diakonie pp. zurückgegriffen. Es erfolgt ein gesonderte Abrechnung in der Regel über die Pflegekasse.

Ein Optionsvertrag mit eingeschränkten Grundleistungen kann für diejenigen, die erst später einen Betreuungsvertrag wünschen aber die jederzeitige Aufnahme garantiert wissen wollen, in Frage kommen. Umgekehrt ist dies auch jederzeit möglich: d.h. vom Betreuungsvertrag zurück zum Optionsvertrag wechseln, wenn z.B. nach einer Erkrankung ein selbständiges Leben wieder möglich ist.

Unser Ziel ist es, unter Einbeziehung aller örtlichen sozialen Dienste und ehrenamtlichen Einrichtungen im Vogelsbergkreis ein Projekt ins Leben zu rufen, bei dem insbesondere ältere und hilfsbedürftige Menschen durch Abschluss eines Betreuungsvertrages mit einem Ansprechpartner in der eigenen Wohnung trotz Hilfsbedürftigkeit eigenständig leben können. Die Leistungen können flexibel den sich ändernden Bedürfnissen angepasst werden. Diese Sicherheit dient nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Angehörigen.

Das Projekt „Alles aus einer Hand“ kann als Geschäftsidee die Gründung eines selbständigen Dienstleistungsunternehmens erfordern, es kann aber auch an einen vorhandenen Sozialdienst oder sonstiger Einrichtung oder Amt angegliedert werden. Eine finanzielle Förderung durch die Landesregierung ist denkbar.

Die Teilnehmer des Arbeitskreises waren sich einig, dass diese Idee einem größeren Personenkreis vorgestellt werden sollte. Insbesondere erscheint es sinnvoll, alle in Frage kommenden sozialen, kirchlichen, kommunalen und freiwilligen Dienste an einen Tisch zu holen, um über die Einrichtung solch einer Koordinationsstelle zu sprechen.

Michael Duschka

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20. April 2010

Impfen im Alter?

Die Gartenarbeitszeit beginnt wieder. Leicht ist man durch seiner Hände Tätigkeit verletzt. Wer dann seinen Tetanus (=Wundstarrkrampf)-Schutz nicht hat, ist in Lebensgefahr! Die Erkrankung führt auch heute noch, trotz aller modernen Intensivmedizinmethoden, fast immer zum qualvollen Tode!

Nun ist es so, dass nur wenige Menschen einen Impfausweis haben, schon gar nicht mehr, wenn man ins hohe Alter kommt. Wer denkt denn schon an Impfauffrischungen? Da auch die Gedanken eher gesundheitlich beim Herzen oder “Zucker” sind, denkt man an die alltäglichen Wehwehchen eher zuletzt.

Nun, es gilt zu sehen, ob man innerhalb der letzten zehn Jahre eine Tetanusimpfung hatte, wenn nicht, ist die Auffrischung eilig. Dabei kann man ebenfalls noch überlegen, ob man nicht gegen andere Erkrankungen auch eine Auffrischung nötig hat: Diphterie,  Kinderlähmung (Polio) und  Lungenentzündung (Pneumnokokken) sind für alte Menschen angebracht. Gerade die Lungenentzündung durch die Pneumokokken ist gefährlich.

Fragen sie ihren Arzt, der wird ihnen die Ratschläge und Impfungen geben, die Krankenkasse zahlt die meisten davon. Auch wenn ein Eigenanteil bliebe, ist es doch eine der sinnvollsten Vorsorgemaßnahmen, die man kennt.

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20. April 2010

Wohnen zu Hause bis ins hohe Alter?

Der Lauterbacher Seniorenbeirat hilft dabei!

Zwei Mitglieder des Seniorenbeirates Lauterbach haben sich freiwillig in Kursen weitergebildet, um alte Menschen in ihrer häuslichen Umgebung zu beraten, wie sie dort möglichst lange alleine gut wohnen können.
Der Seniorenbeirat möchte daher dafür werben, dass diese kostenlose und ehrenamtliche Dienstleistung auch von den Betroffenen in Anspruch genommen wird. Das geht ganz einfach: sie rufen in der Stadtverwaltung bei Herrn Hans-Helmut Möller, Tel 184 102 an, und melden ihren Beratungswunsch an. Herr Möller wird dann den Kontakt zu den weitergebildeten Beiratsmitgliedern herstellen, die sich dann bei ihnen melden werden.
Man hat an den Personenkreis der alleine stehenden Bürgerinnen und Bürger ab dem 75. Lebensjahr gedacht. Das heißt aber nicht, dass sich nicht auch andere Interessenten melden dürften.
Bekanntlicherweise macht man sich nur wenig Gedanken darüber, wie man auf Dauer in den alten und schwieriger zu meisternden Tagen alleine zu Recht kommt. Es ist meist auch mühsam, an die richtigen Informationen ran zu kommen. Genau da setzt die Beratungsleistung der Seniorenbeiratsmitglieder an.
Sie können allfällige Fragen zu Hilfeorganisationen, Dienstleistern und Handwerkern, die eine z.B. Wohnraumumgestaltung kompetent machen können, beantworten. Detailberatung über das Thema von Bäderumbau oder sonstigen Baumaßnahmen können sie nicht leisten, aber da würden sie den Weg zu den Wohnraumberatern des DRK aufzeigen, die es in Lauterbach ja auch gibt. Die Anlaufstellen für Unterstützung bei Versicherungs- oder Sozialleistungen sind den Beratern ebenfalls bekannt. Tipps zur Nachbarschaftshilfe, Wege zur Sanierung von Stolperfallen und Varianten der Essensbringdienste können auch aufgezeigt werden. Die Themen Betreuungsvollmacht und Vorsorgevollmacht können ebenfalls angesprochen werden. Kurzum, man kann im Gespräch mit dem Seniorenbeiratsberater alles ansprechen, was einem auf dem Herzen liegt, weil man sich Gedanken über das Altwerden in den eigenen Wänden macht.
Wenden sie sich vertrauensvoll an die oben genannte Kontaktstelle bei der Stadt, bald wird sich dann einer der beiden Beratungshelfer bei ihnen melden.

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