26. Januar 2012

Überleben im Vogelsberg

Der Arbeitskreis Neues Wohnen des Bürgernetzwerks Vogelsberg 2020 befasste sich in der letzten Sitzung mit den Aussagen zu der Studie über die Zukunft der Gemeinden im Vogelsberg.

Bisher diskutierte der Arbeitskreis bereits Möglichkeiten und gab Anregungen, wie man auch bei schrumpfenden Einwohnerzahlen und fehlender Infrastruktur selbstbestimmt sogar im hohen Alter in der gewohnten Umgebung leben kann.

Die Themen reichten vom Mehrgenerationenwohnen, kommunikativen Treffpunkten, gemeinschaftlichem oder betreutem Wohnen, Verbesserungen der Wohnsituation insbesondre in Hinblick auf Barrierefreiheit, Sicherung des Wohnumfeldes aus kommunaler Sicht, Beratung, Hilfen aus einer Hand bis hin zum Wohnen im Quartier unter Einbindung einer stationären Einrichtung wie z.B. des Sozialzentrums der AWO, so Michael Duschka.

Die schrumpfenden Zahlen im Vogelsberg sind gleichzeitig verbunden mit einem Anstieg der Zahl der Älteren und damit auch der Pflegebedürftigen. Es werden zukünftig mehr Menschen im Vogelsberg leben, deren Alltagskompetenz eingeschränkt ist.

Da aber die Zahl der erforderlichen Pflegekräfte auch aus finanziellen Gründen nicht parallel steigen wird, sind wir vermehrt auf gegenseitige Hilfe angewiesen.

Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, dass ehrenamtlich Tätige und Selbtsthilfeorganisationen, die Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz unterstützen, finanziell gefördert werden sollen. Entsprechende Gesetzesänderungen bestehen bereits im Sozialgesetzbuch XI. Auch die Einrichtung von privaten Pflegegruppen für dement Kranke wird konkret gefördert.

Hier sind die Kommunen gefordert. So könnten Dorfgemeinschaftshäuser, die nicht mehr ausreichend genutzt und nicht mehr finanziert werden können, z.B. privaten Pflegegruppen zur Verfügung gestellt werden.

Aber auch die Verbände wie z.B. das Diakonische Werk könnten überlegen, ob es sinnvoll ist, teure Mietobjekte in den Großstädten zu finanzieren, obwohl im Vogelsberg zwischenzeitlich Immobilien leer stehen und kaum noch zu verkaufen sind.

Michael Duschka überlegt, das z.B. das Diakonische Werk in Frankfurt 400 dement Erkrankte in kleinen Wohngruppen betreut. Wenn nur die Hälfte dieser Menschen in 20 Dörfern des Vogelsbergkreises in Pflegegruppen von 10 Personen beheimatet würden, wäre das ein Gewinn für alle.

Lautertals Bürgermeister Heiko Stock, der für Modellrechnungen die Daten seiner Gemeinde zur Verfügung gestellt hat, formuliert es bei der Vorstellung der Studie so: es ist an der Zeit nicht nur zu reden, sondern zu handeln!

Die Teilnehmer des Arbeitskreises sind erfreut, dass der Landkreis mit dem Aktionsprogramm „Regionale Daseinsvorsorge“ den richtigen Weg beschritten hat. Das Bürgernetzwerk Vogelsberg wird als regionaler Akteur seine Gedanken dort mit einbringen.

Michael Duschka

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11. November 2011

Demografische Entwicklung in Hessen VB-Kreis droht bis 2050 Vergreisung und Verödung

Ganz frisch hereingekommen: Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMfWVL)  stellt allen Bürgern, und natürlich auch allen Meinungsbildnern und politischen Entscheidern gut verständlich das gesamte Zahlenwerk über die demografischen Änderung in unserer Region zur Verfügung. Wer dies nicht selbst suchen möchte, kann es hier per Download sofort erhalten. Beide Dateien sollte man auf dem Bildschirm lesen, da der Ausdruck sehr teuer würde. Einzelne Seiten kann man sich dann ausdrucken. Die Durchnummerierung im Acrobat Reader in der oberen Menue-Leiste ist dabei maßgebend.

Schon mal vorab: Der Vogelsbergkreis wird massiv schrumpfen, schon bis 2030 ist das heftig, bis 2050 sogar traurig. Wenn die große und kleine Politik nicht eine andere Ansiedlungspolitik für Arbeitsplätze und Menschen hinbringt, d.h. massiv in die Entwicklung eingreift, wird das demografische Schicksal unsere Region zur Entvölkerungsregion entwickeln lassen.

792_Bevoelkerungsvorausschaetzung_Kreise

791_Demografische_Rahmendaten_2010_komplett

Nur Mut, erst lesen, dann beurteilen.

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07. Oktober 2011

Pflegebedürftigkeit – Pflegestützpunkt – 3.11.2011 Johannesberg

Der Lauterbacher Seniorenbeirat organisiert zusammen mit dem VdK Sozialverband, Ortgruppe Lauterbach, eine Veranstaltung zum Thema Pflegebedürftigkeit und wie dabei der Kreis-Plfegestützpunkt dabei eingebaut werden kann.

Der Pflegestützpunkt kümmert sich organisatorisch um die Fragenkreise der Pflege, gleich ob es alte Menschen betrifft oder auch junge, die z.B. nach Unfällen und KrankheitenPflegeleistung benötigen. Der Privatmensch ist oft sehr hilflos in der Situation, in der akut Pflegebedarf entsteht. Es geht um Adressen, Finanzierung, Personen, Dienstleister, Nachbarschaftshilfe oder was sonst noch anfällt.

Die Dienstleistung des Pflegestützpunktes an sich ist kostenfrei, das bezahlen die Pflegekassen und der Kreis. Jeder darf sich an diese Stelle im Landratsamt wenden.

Bei der Veranstaltung wird auch eine Gebärdendolmetscherin aktiv sein, die unseren gehörlosen Mitbürgern das gesprochene Wort verdeutlichen wird.

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26. März 2011

Hephata baut Alteneinrichtung bis Ende 2012. Spatenstichfeier in Lauterbach

Etwa 60 geladene Gäste, darunter die obligaten Politikvertreter aber auch potentielle Interessenten, wohnten dem feierlichen “Ersten Spatenstich” der Hephata-Alteneinrichtung in Lauterbach bei.

Zuhörer sitzen aufmerksam lauschend in der "Baugrube"

Bei herrlichem Sonnenschein konnte die Theologin und Direktorin der Geschäftsleitung, Frau Barbara Eschen, dem sogen. Spatenstich die spirituelle Dimension mit ihren wohl gewählten Worten verleihen. Direktor Klaus D. Horchem war dann für die eher weltlich-praktischen Informationen zuständig. Der Architektenbürovertreter, ein gebürtiger Anglosachse mit nettem Deutsch-Akzent, erzähle einige launige Dinge aus de Planungsphase.

Gespannt hörten die Gäste der "Spatenstich-Veranstaltung" den vortragenden Rednern zu

Unser Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller stellte in wohlgesetzten Worten den Werdegang in Umrissen dar, da es nicht ganz einfach war, das Projekt auf die Füße zu stellen. Die Verwaltung half wo es ging, aber dennoch dauerte es von den ersten Gesprächen bis zum Spatenstich vier Jahre! – Ende 2012 soll das neue Haus für die Senioren beziehbar sein.

Es werden sich 60 Pflegeplätze, in Wohngruppen angeordnet, finden, dazu auf dem Areal ein Sanierungsbau mit 8 barrierefreien modernen Wohnungen im System des sogen. “betreuten Wohnens”. Das heißt, dass die Mieter dann je nach Bedarf Dienstleistungen des Pflegehauses in Anspruch nehmen können, und sich eine Sozialarbeiterin um die Belange dieses Personenkreises kümmern wird. Da ist nicht selbstverständlich in solchen Einrichtungen. Wichtig wird auch die gesellschaftliche Öffnung der Einrichtung nach außen hin sein. Man will die Bürger mit einbinden in das tägliche Leben der Einrichtung. Da deuten sich Partnerschaften mit Schule, Quartiersbewohnern und Angehörigen an.

Spatenstich- Spatenwurf: Die Prominenz "arbeitet hart"

Im Anschluss an die Spatenstiche versammelten sich die Festgäste im benachbarten “Johannesberg-Saal” zum kleinen Imbiss, wobei die Pläne der Neubauten ausgehängt waren und auf regen Zuspruch bei den Gästen stießen. Auch kamen die Akteure und Gäste miteinander in Gespräch.

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22. März 2011

Wie können Senioren wohnen? Heute: Quartierswohnen

Im letzten Blogbeitrag sprach ich die Wohnform der WG an. Jetzt möchte ich eine Alternative vorstellen, die weniger bekannt ist, aber auch in ländlicher Struktur durchaus einen Mehrwert für das Seniorenwohnen hat: Das Quartierswohnen.

Ein Wohnquartier ist ein überschaubarer Bereich von Häusern, die relativ nahe beieinander liegen müssen, also maximal von einem Ende zum anderen ca. 500 Meter Entfernung voneinander haben. Alle Wohnungen in diesen Häusern sollten nach und nach seniorengerecht gestaltet werden. Das fängt bei den teuren baulichen Veränderungen an, um zu ebener Erde in die Wohnungen hinein und hinaus zu kommen, und führt dann über die Wohnungsinnenrenovierung im Sinne der Barrierefreiheit zu den Aufbaumaßnahmen der Nachbarschaftsbeziehungen.

Hierfür braucht man eine Person, die sich um die Kontakte der Wohnungsbewohner speziell kümmert, den “Kümmerer”, den Moderator, oder wie man die Person auch immer bezeichnen möchte.

Die Aufgabe dieser “Kümmerer” ist, Gemeinsamkeiten und gegenseitiges Kennenlernen zu zeigen bzw. zu vermitteln. Das kann man mit organisierten kleinen Treffen zwischen 2-6 Bewohnern machen, oder mit der Einrichtung eines regelmäßig besuchbaren Treffpunktes, an dem die Anliegen aller vorgestellt werden und auch vermittelt werden können. Dazu Kaffee und Kuchen, Saft und Bier, Wein und was auch immer, Spiele, Liedermittage, Seniorengymnastik u.v.a.m. . Der Kümmerer muss auf jeden Fall “Klinken putzen” gehen, denn von alleine kommen die älteren Bewohner eines Quartieres anfangs nicht zu den Treffen.

Bei solchen Treffen zeigen sich denn auch die verschiedenen Talente der Bewohner im Quartier. Man sollte als aktiver und fitter Senior/in noch bereit sein, wie bei einer offenen Nachbarschaftshilfe, auch in diesem geschlossenen System anderen seine Hilfe und Stütze anzubieten. Ein gemeinsamer Rundruf per Telefonkette, ein Hausnotruf, der sich an eine Zentrale anlehnt, und die regelmäßigen Treffen helfen Sicherheit zu generieren oder zumindestens der Vereinsamung der Seniorensingles entgegen zu wirken. Diese Koordinationstreffen kann man natürlich auch in den Gemeinschaftsräumen einer Senioreneinrichtung stattfinden lassen.

Die nächste Ausbaustufe wäre die Anbindung an eine stationäre Einrichtung, die vielerlei Dienstleistungen für ihre eher wenig aktiven Bewohner anbieten muss und diese auch den sogen. Externen anbieten könnte. Dies da wären: Tagspflege, Wäschedienst, Friseurdienst, Essensdienste, Besuchsdienste, Hauswirtschaftsdienste, ambulante Pflegedienste, Veranstaltungen unterhaltsamer und kulturell anspruchsvoller Art.

Durch die engen Kontakte mit dem Altenzentrum würden auch Vorbehalte bei der externen Bewohnerschaft abgebaut werden, die ja das Problem der Pflege im hohen Alter bewußt oder unbewußt verdrängt und die Entscheidungen in dieser Richtung vor sich herschiebt. Die Angehörigen der dann wirklich stationär Pflegebedürftigen hätten es dann leichter, Überzeugungsarbeit für die stationäre Einrichtungsunterbringung zu leisten. Die Einrichtung hätte einen höheren Anteil an Nutzerbewohner zu erwarten, als dies sonst der Fall wäre. Also das wäre gut für alle Beteiligten.

Mal sehen, ob die Akteure des neu eingerichteten Pflegestützpunktes Vogelsbergkreis sich diese Variante ansehen und auf Umsetzbarkeit prüfen werden.

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09. März 2011

Wie können Senioren wohnen? Heute: Die WG

Am besten wäre es, in einem Haus mit Rundumversorgung, Verwandtschaftsanwesenheit und absoluter Unabhängigkeit zu wohnen, wenn dann mal die alten schwächeren Zeiten anbrechen. Oder?

Aber seien wir ehrlich, gute Alternativen gibt es auch sonst noch. In den USA gibt es richtige Seniorendörfer, oder – wie man dort zu sagen pflegt: Seniorenresorts – aber nicht für wirklich Jedermann. Dieser Hinweis ergab sich aus einer Twitteranmerkung, die ich mal hier verlinke: http://www.dewia.de/wordpress/2011/03/

seniorendorfer-die-losung-fur-den-demographischen-wandel/.
Aber sicher gibt es auch noch andere Varianten, seine alten Tage sicher zu verbringen. Nur – , man muss sich rechtzeitig danach umtun und erkundigen oder sich in Haus und Hof organisieren. Da gilt es Vieles zu bedenken. Meint man, dass es bis zum Lebensende innerhalb der eigenen vier Wände geht, müssen aber auch alle Faktoren bedacht werden, die dies ermöglichen können: Wohnungslage und Möglichkeit des barrierearmen Hinausgehens auf die Strasse, Barrierefreiheit des Sanitärbereiches, Versorgung durch Nachbarn, Angehörige und Mitbewohner und vieles andere mehr. Und letztlich muss man wissen, dass alle Hilfeleistungen irgendwie richtig Geld kosten werden. Mit Trinkgeldern kann man allenfalls die Kosten für die sogen. kleinen Hilfen abdecken. Will man aber regelmäßig entlastet werden, sei es im Haushalt oder bei den Transporten, geht das nur mit viel Finanzeinsatz. Wohl dem der eine gute Rente hat oder sein Gespartes dann auch einsetzen will.

Kehrt die Pflegebedürftigkeit dennoch vor der Zeit ins Haus ein, dann sollte man für sich ein Konzept im Kopf haben -, oder es schriftlich niederlegen, wie man das bewältigen würde. Feste Verträge mit Pflegedienstleistern sind dann sinnvoll, aber erst, wenn die Pflege wirklich ansteht. Dann läßt man sich einen Kostenvoranschlag für die verlangten Leistungen machen und vergleicht die Summen, aber auch die agierenden Menschen vor Ort. Nicht alles, was erst preiswert erscheint, ist auch gut genug für einen selbst.

Ein schöner Ausweg ist der Einzug in eine Senioren Wohngemeinschaft (WG). Die Alt-Sechziger kennen das noch aus den Studentenzeiten. Das verlangt erst mal eine Menge Basisorganisation und das Schaffen eines akzeptierten Regelwerkes für das Zusammenleben unter einem Dach. Da alle Bewohner schon eine lange Lebensbiografie haben, ist das nicht unbedingt einfach.

Grundprinzip der WG ist, dass jeder Einzelne auch einen persönlichen Rückzugsraum für sich hat. Der muss nicht gross sein, aber er muss den Bewohner für seine Rückzugsstunden zufrieden stellen. Die allgemeinen Räume werden dann gemeinsam genutzt und führen zwangsweise zur Begegnung untereinander. Die täglichen Routinen und auch die erfreulichen Feiern oder Ausfahrten kann man dann schön gemeinsam tun.

Günstig ist es, wenn ein WG-Moderator von außen hilft, das System “am Laufen” zu halten. So können Streit um lächerliche Differenzen vermieden werden. Das kostet aber auch Geld, ist aber gut angelegt. Die teuren Dinge, die ein Einzelner kaum mehr bezahlen kann, werden dann gemeinsam finanziert: Moderator, tägliche Reinigung der Sanitärobjekte, Grobputzdienst, Hausnotruf, Strassenreinigung und Winterdienst, Haus-und Hofreinigungen und Gartenpflege, Fahrdienste oder eigenes WG-Kfz, evtl. hauswirtschaftliche Hilfe für die Essenszubereitung. Die Liste ist sicher nicht vollständig.

Schön ist dabei, dass diejenigen WG-Mitbewohner, die körperlich und geistig noch aktiv sind, einen Teil der Aufgaben selbst erledigen, quasi ehrenamtlich für diejenigen, die es nicht mehr können. Man hat dann also seine private Nachbarschaftshilfe organisiert. Das gemeinsame Tun und Machen ist die Triebfeder für alle, möglichst lange fit zu bleiben. Eine Minimalgröße einer Senioren-WG sind vier Personen, damit sich die Talente etwas ausgleichen können. Besser wären 2-4 mehr, also 6-8 Personen unter einem Dach. Da wird es preiswerter.

Voraussetzung ist das Vorhandensein einer geeigneten Immobilie, die auch weitgehend barrierefrei nutzbar sein sollte. Sie wir dann von den Bewohnern selbst möbiliert und in Ordnung gehalten, ganz wie es bei klassischen Mieterfamilien auch nötig ist.
In den Ballungszentren wird dies schon reichlich genutzt, wenn auch nicht so viel, wie es sinnvoll wäre.

Wie kommt man an eine solche WG? Man kann in der örtlichen Presse entsprechend annoncieren, sucht damit gleich Gesinnte für das Vorhaben. Es gibt auch eine Internetplattform : http://www.pluswgs.de/ , wo nach Bundesländern sortiert, die Angebote und Nachfragen aufgeführt sind. Die persönliche Schiene ist sicher die bessere, d.h. herumfragen.

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25. Februar 2011

Straßenreinigungs-Satzung. Schwer verständlich!

In seiner letzten Seniorenbeiratsitzung haben sich die Mitglieder der aktuell gültigen Straßenreinigungs-Satzung angenommen. Auslöser war eigentlich der schneereiche Winter, in dem viele Ältere an die Grenzen ihrer Räumpflicht-Kräfte stießen. Einzelne hatten im Sinne, eine Befreiung von der Streu- und Räumpflicht zu beantragen.

Um es gleich zu sagen: das geht im Prinzip nur bei nicht in der Person bedingten Umständen, also nicht wegen Alters, Schwäche, sozialem Status usw. Wenn man etwa Anlieger einer Straße ist, die zu einer Mülldeponie führt und ständig müllverschmutzt wäre, dann käme eine Befreiung evtl in Frage. Obwohl in diesem Falle die Müllabfuhrfirma zunächst säuberungspflichtig wäre.

Es wurde vereinbart, dass das Ordnungsamt der Kommune im Oktober eine Veröffentlichung macht, in der einerseits auf die anstehenden Winterprobleme aufmerksam gemacht wird und andererseits auch eine Liste der örtlichen Unternehmen, die gegen Entgelt bei der Erledigung der Streu- und Räumpflicht helfen können, darstellt. Auch an die rechtzeitige Beauftragung von Nachbarn oder Nachbarschaftshilfe-Vereinen wird erinnert werden.

Nun aber zu dem zweiten Punkt, der in der Satzung auffiel: Es wird generell davon ausgegangen, dass die Anlieger auch für die Reinigung der Strasse bis in ihre Mitte zuständig sind, sowie für Radwege, Parkplätze, Fußwege und Übergehwege. – Dies ist in Anbetracht der Pflicht, auch verkehrsreiche Strassen säubern zu müssen, wirklich nicht gut. Bundes- und Landesstraßen-Anlieger begeben sich in akute Lebensgefahr, und das nicht nur die Senioren, wenn sie ihrer in der Satzung erwähnten Säuberungspflicht nachkommen wollten.

Die Gemeinden Wartenberg und Grebenhain haben da eine bessere Lösung gefunden, wobei sie in der Satzung von vorne herein die Reinigung der genannten Straßen, die in einem Verzeichnis aufgeführt sind, übernehmen. Nur der Rest bleibt noch in der Pflicht der Anlieger. Die Schneeräumung der Straßen ist auch gemäß der Lauterbacher Satzung Sache der Gemeinde oder der Straßenverkehrsämter.

Der Seniorenbeirat hat jetzt die Verwaltung gebeten, die nötigen Verbesserungschritte in die Wege zu leiten.

Wer die aktuelle Lauterbacher Straßenreinigungs-Satzung lesen möchte, kann sie gratis von der Website der Stadt unter dem folgenden Link herunterladen:

http://www.lauterbach-hessen.de/rathaus/satzungssammlung.html

oder Sie laden die Datei im pdf-Format gleich von hier runter: LAT_Satzung_Strassenreinigung

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22. Januar 2011

Pflegestützpunkt

Flyer des neuen Pflegestützpunkts

beim Landrat des Vogelsbergkreises

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27. Dezember 2010

Eis und Schnee – der Rücken tut weh !

Es reimt sich die Überschrift, aber lustig ist es dennoch nicht, nach dem Schneeräumen und Streuen hinterher ein lahmes Kreuz zu haben.

Dieser Winter fordert die Senioren wirklich heraus. Wer auf Etage wohnt, mag in geteiltem Leid, das halbe Leid sehen, aber nur wenn die Wohnanlage voll belegt ist. Ansonsten müssen evtl. zwei Partien die Arbeit der restlichen vier und nicht belegten Wohnungen mit machen. Das ist nicht toll. Wenn die Hausordnung so gestaltet ist, dann bleibt nur die Nachbarschaftshilfe oder ein bezahlter Räumdienst. Das ist bei kleinen Renten nicht immer zu bewältigen. Die aktiven Mitglieder der Seniorenhilfe Maar-Lauterbach können das aber auch nicht täglich übernehmen, zumal sie selbst im Schnee absaufen.

Die Senioren in den Ein- oder Mehrfamilienhäusern, die keine jungen kräftigen Leute mehr drin wohnen haben, sind nicht viel besser dran: Bürgersteig, Treppen, Zufahrten: alles will geräumt sein. Da gilt das gleiche wie oben für die Wohnanlagenbewohner: nachbarschaftliche Stütze oder Bezahldienste. Hier sieht man konkret, wie Eigentum verpflichtet. In schneearmen Jahren hat man an solche Probleme keinen Gedanken geopfert. Ebenso wie man eine Renovierungsrücklage für die eigengenutzte Immobilie machen muss, ist es für Senioren sinnvoll, ein Sparkonto für solche Dienstleistungen anzulegen. Das muss man aber dann auch bei Bedarf plündern und nicht für die lieben Erben aufheben. Das gilt auch für andere Dienstleistungen, die im Alter notwendig werden, da man es selbst nicht mehr schafft.

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18. Oktober 2010

Macht das Kopfsteinpflaster barrierefrei !

Der Seniorenbeirat hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, den kommunalen Gremien einen Vorschlag zu unterbreiten, der möglichst zügig umgesetzt werden möchte:
Innenstadtkopfsteinpflaster soll barrierefrei, also “entschärft” werden. Die Arbeitsgruppe “Barrierefreies Lauterbach” unterstützt das Vorhaben.
Profitieren würden davon – ausser den Rollstuhlfahrern, aus deren Gruppe die Idee kam, – auch alte und junge Menschen mit Gehbehinderung, Einkaufende mit Trolleys, Rollatornutzer und Kinderwagen/Buggy-Fahrer/innen. Selbst der unbehinderte Normalbürger, auch die Dame mit Stöckelabsätzen, würde davon einen Vorteil haben.
Bislang haben die Denkmalschutzbehörden bei allen Bauamtsinitiativen geblockt: das alte und wirklich ungleich-hohe Kopfsteinpflaster sollte sehr teuer immer wieder eingebaut werden. So zuletzt bei der Erneuerung der Strasse “An der Kirche” im vergangenen Jahr. Das kleine Kopfsteinpflaster ist leidlich begehbar, das grobe jedoch nicht wirklich. Außerdem ist es beim Überfahren durch Autos sehr laut. Das wäre nicht schlimm, aber stolpernde alte Menschen, verknackse Knöchel und ausrutschende Einkäufer im Winter sind schon ernst zu nehmen.
Hoffen wir, dass man im Rathaus der Sache positiv gegenüber steht und die technisch und taktisch richtigen Schritte in die Wege leitet.

Ein wesentlicher Brennpunkt ist der Berliner Platz, dort hauptsächlich die Fläche vor der Hohhaus-Apotheke. Aber auch die Türmergasse (die kleine Strasse von Berliner Platz zum Marktplatz) ist sehr schlecht befahr- und begehbar.

Vor dem Konfirmandensaal ist für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Mensch höchste Gefahr angesagt.

Übrigens: auch die Ständer der Geschäftsleute und Cafés sind hier und da sehr bewegungsfeindlich, vor allem, wenn man mit Rollstuhl und Kinderwagen vorbei möchte. Da hätte man doch mehr Verständnis erwartet. Flaggen von der Hauswand täten es auch.

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30. April 2010

Alles aus einer Hand

Sicher und selbständig im Alter zu Hause wohnen

Lauterbach (   ). Das Bürgernetzwerk Vogelsberg 2020 / Arbeitskreis Neue Wohnformen regt die Gründung eines Dienstleistungsprojektes „Alles aus einer Hand“ an.

In der letzten Sitzung des Arbeitskreises mit örtlichen Vertretern von sozialen Diensten stellten Heidrun Schlumbohm und Michael Duschka anhand des Projekts SIMBA des Sozialdienstes Germering vor, wie durch ein koordiniertes Angebot von Dienstleistungen auf den Einzelfall zugeschnitten Unterstützung für alleinstehende ältere Mitbürger organisiert werden kann.

Allein lebende Menschen laufen Gefahr, sich zu überfordern oder zu vernachlässigen, wenn die Kräfte nachlassen. Davor schützt eine zuverlässige Betreuung mit regelmäßigen Hausbesuchen.“  (zitiert aus SIMBA-Projekt)

Voraussetzung um trotz vorhandener Schwächen oder einer Krankheit eine eigenständige Lebensführung zu ermöglichen ist ein sicheres Wohnen zu Hause. Dies ist möglich, sofern die Wohnung dafür geeignet ist oder entsprechend angepasst wurde (Wohnraumberatung durch DRK oder VdK mit dem Ziel der Wohnraumanpassung).

Jetzt setzt das Projekt  „Alles aus einer Hand“ ein. Es sieht vor, dass erforderliche Service- und Betreuungsleistungen nicht bei einzelnen Diensten angefordert werden müssen, sondern die Koordination von Hilfeleistungen in einer Hand liegt. Die Betreuten haben einen festen Ansprechpartner.

Dazu wird ein Betreuungsvertrag abgeschlossen, der regelmäßige Hausbesuche durch geschulte Betreuer vorsieht (aufsuchende Hilfeleistungsangebote).

Diese Hausbesuche schaffen die Möglichkeit, die richtigen Maßnahmen zu organisieren. Denn die Entscheidung, Hilfe von sich aus anzufordern, ist für die meisten sehr schwierig.

Die Leistungsangebote des Betreuungsvertrages bestehen aus Grundleistungen  und  Wahlleistungen.

Grundleistungen sind: Beratung, Informationen über aktuelle Angebote, Vermittlung von Hilfsdiensten, regelmäßige Kontaktbesuche,  Anschluss an ein 24 Stunden Notrufsystem, Organisation von Freizeitangeboten, Hilfe bei Behördenangelegenheiten, monatliche Treffen für eine monatliche pauschale Grundgebühr.

Wahlleistungen sind: hauswirtschaftliche Hilfen, Einkaufsdienste, Fahrdienste, Hausmeisterdienste, Essen auf Rädern, Besuchs- und Begleitdienste, ambulante Pflege.

Dabei wird auf die bereits bestehenden Einrichtungen wie z.B. Seniorenhilfe Maar, DRK, Diakonie pp. zurückgegriffen. Es erfolgt ein gesonderte Abrechnung in der Regel über die Pflegekasse.

Ein Optionsvertrag mit eingeschränkten Grundleistungen kann für diejenigen, die erst später einen Betreuungsvertrag wünschen aber die jederzeitige Aufnahme garantiert wissen wollen, in Frage kommen. Umgekehrt ist dies auch jederzeit möglich: d.h. vom Betreuungsvertrag zurück zum Optionsvertrag wechseln, wenn z.B. nach einer Erkrankung ein selbständiges Leben wieder möglich ist.

Unser Ziel ist es, unter Einbeziehung aller örtlichen sozialen Dienste und ehrenamtlichen Einrichtungen im Vogelsbergkreis ein Projekt ins Leben zu rufen, bei dem insbesondere ältere und hilfsbedürftige Menschen durch Abschluss eines Betreuungsvertrages mit einem Ansprechpartner in der eigenen Wohnung trotz Hilfsbedürftigkeit eigenständig leben können. Die Leistungen können flexibel den sich ändernden Bedürfnissen angepasst werden. Diese Sicherheit dient nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Angehörigen.

Das Projekt „Alles aus einer Hand“ kann als Geschäftsidee die Gründung eines selbständigen Dienstleistungsunternehmens erfordern, es kann aber auch an einen vorhandenen Sozialdienst oder sonstiger Einrichtung oder Amt angegliedert werden. Eine finanzielle Förderung durch die Landesregierung ist denkbar.

Die Teilnehmer des Arbeitskreises waren sich einig, dass diese Idee einem größeren Personenkreis vorgestellt werden sollte. Insbesondere erscheint es sinnvoll, alle in Frage kommenden sozialen, kirchlichen, kommunalen und freiwilligen Dienste an einen Tisch zu holen, um über die Einrichtung solch einer Koordinationsstelle zu sprechen.

Michael Duschka

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20. April 2010

Wohnen zu Hause bis ins hohe Alter?

Der Lauterbacher Seniorenbeirat hilft dabei!

Zwei Mitglieder des Seniorenbeirates Lauterbach haben sich freiwillig in Kursen weitergebildet, um alte Menschen in ihrer häuslichen Umgebung zu beraten, wie sie dort möglichst lange alleine gut wohnen können.
Der Seniorenbeirat möchte daher dafür werben, dass diese kostenlose und ehrenamtliche Dienstleistung auch von den Betroffenen in Anspruch genommen wird. Das geht ganz einfach: sie rufen in der Stadtverwaltung bei Herrn Hans-Helmut Möller, Tel 184 102 an, und melden ihren Beratungswunsch an. Herr Möller wird dann den Kontakt zu den weitergebildeten Beiratsmitgliedern herstellen, die sich dann bei ihnen melden werden.
Man hat an den Personenkreis der alleine stehenden Bürgerinnen und Bürger ab dem 75. Lebensjahr gedacht. Das heißt aber nicht, dass sich nicht auch andere Interessenten melden dürften.
Bekanntlicherweise macht man sich nur wenig Gedanken darüber, wie man auf Dauer in den alten und schwieriger zu meisternden Tagen alleine zu Recht kommt. Es ist meist auch mühsam, an die richtigen Informationen ran zu kommen. Genau da setzt die Beratungsleistung der Seniorenbeiratsmitglieder an.
Sie können allfällige Fragen zu Hilfeorganisationen, Dienstleistern und Handwerkern, die eine z.B. Wohnraumumgestaltung kompetent machen können, beantworten. Detailberatung über das Thema von Bäderumbau oder sonstigen Baumaßnahmen können sie nicht leisten, aber da würden sie den Weg zu den Wohnraumberatern des DRK aufzeigen, die es in Lauterbach ja auch gibt. Die Anlaufstellen für Unterstützung bei Versicherungs- oder Sozialleistungen sind den Beratern ebenfalls bekannt. Tipps zur Nachbarschaftshilfe, Wege zur Sanierung von Stolperfallen und Varianten der Essensbringdienste können auch aufgezeigt werden. Die Themen Betreuungsvollmacht und Vorsorgevollmacht können ebenfalls angesprochen werden. Kurzum, man kann im Gespräch mit dem Seniorenbeiratsberater alles ansprechen, was einem auf dem Herzen liegt, weil man sich Gedanken über das Altwerden in den eigenen Wänden macht.
Wenden sie sich vertrauensvoll an die oben genannte Kontaktstelle bei der Stadt, bald wird sich dann einer der beiden Beratungshelfer bei ihnen melden.

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18. Januar 2010

AWO-Zentrum Lauterbach neu gestaltet

In einer würdigen Feier konnten Bewohner, Mitarbeiter und Heimleitung gemeinsam mit den Ehrengästen die neu gestalteten Gebäude der Seniorenwohnanlage in Lauterbach einweihen. Alle waren sich einig, dass jetzt eine moderne und qualitativ vorzügliche Wohnanlage entstanden ist.
Mühsam war der Weg. Es musste bei laufendem Betrieb abgerissen, aufgebaut und ausgestattet werden. Der Umzug der Bewohner wurde mit Hilfe von Freunden und Förderern der AWO-Vogelsberg bestritten, ein einmaliger Kraftakt. Alles gelang toll. Jetzt gilt es, das Haus voll zu bekommen. Einige Plätze sind noch frei. Die Festredner wiesen alle auf die Menschennähe des AWO-Systems in, in dem nicht der maximale wirtschaftliche Profit die Messlatte sei, sondern der dort wohnende Mensch.

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09. September 2009

Hunde gegen Demenz ?

Ein gut ausgesuchter Hund als Haustier kann die Entwicklung von Demenz verlangsamen und die Lebensqualität von älteren Menschen deutlich verbessern. Diese Erkenntnis machen sich mehr und mehr Altenheime zu eigen und lassen auch Externe mit ihren Lieblingen in die Zimmer oder Aufenthaltsräume der Bewohnerschaft. Streicheln, sprechen, über sich und die Tiere der eigenen Vergangenheit sprechen, das ist automatisch dabei, wird gerne angenommen und macht die Menschen froh. Zu Hause, in der eigen gestalteten Umgebung ist der Hund oftmals der einzige Ansprechpartner für den vereinsamten Alten. Beim Gassigehen kommt es zu den, allen Hundehaltern bekannten, unmittelbaren Sozialkontakten, eine schöne Sache für alle Beteiligten.

Ermutigen sie ihren Bekanntenkreis von Alten, sich ein Tier anzuschaffen, wenn die Umgebung und die Beweglichkeit es erlaubt. Die Tierheime helfen gerne mit, das passende Tier auszusuchen. Ein alter Mensch sollte keinesfalls ein wildes, grosses oder sehr junges Tier bei sich halten. Das ginge nicht gut.

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22. Juli 2009

Rentendiskussion – und ewig rauschen die Wälder

Es ist einfach unglaublich: jeden Tag äußert sich irgend Jemand über die angebliche und tatsächliche Rentenproblematik der Zukunft. Den jetzigen Rentenbezieher werden überaus großzügige Zuwendungen aus den Rentenkassen bescheinigt. Das würde von den jetzt 25-35jährigen Bürgerinnen und Bürger bezahlt, obwohl es diese dann später gar nicht mehr so gut hätten.

Unser ehemaliger Bundesarbeitsminister sagte vor Jahren:”Die Renten sind sicher”, damals war Wahlkampf. Jetzt lese ich in der Kolummne “Ausblick” in der Wirtschaftswoche folgendes, angeblich von diesemMann stammendes Zitat: “Die Rentenpolitik der letzten Jahre ist Pfusch, und Pfusch wird nicht durch Vertuschung besser.” Kann man sich nicht eindeutiger darstellen, als es Blüm tut? Als Politiker der CDU trug er vor Jahren die Verantwortung für die Rentenpolitik, die er jetzt disqualifiziert, auch in ihren Folgemodifikationen.

Eines blieb und bleibt nach wie vor ungelöst: der demografische Umbau der deutschen Bevölkerung. Dieser war schon in den 80er Jahren erkennbar, kluge Wissenschaftler wiesen auf die Problematik der zunehmenden Überalterung der Bevölkerung hin und die damit einher gehende Verringerung derjenigen, die die Rentenversicherung speisen, nämlich der aktiven, arbeitenden Bevölkerungsanteile.

Unser Rentensystem hätte man mit einem Bruchteil der in der Wirtschaftskrise aufgebrachten Kapitalmengen über nacht mit einer Ansparkomponente versehen können, ganz ohne Riester-Fummelei. Aber dazu war keine der Parteien bereit.

Das gleiche Strickmuster finden wir jetzt in der Pflegeversicherung. Erst wird es als Fortschritt dargestellt, jetzt fehlt das Geld, wo endlich diejenigen in das Pflegealter kommen, für die dieser Fortschritt eigentlich geplant war. Da die Zahl derjenigen die gepflegt werden müssen, zunimmt, die derjenigen, die beruflich pflegen können, aber abnimmt, wird eine Lücke entstehen. Diese Personallücke führt zu höheren Löhnen, was für die Leistungserbringer gut ist, jedoch bei den straffen Finanzen der Pflegeversicherung nicht bezahlt werden kann. Die angebliche Lösung sollen jetzt die Ehrenamtlichen in Stadt und Land bringen: für Lau qualifizierte Hilfsleistungen an der Pflege-Allgemeinheit erbringen. Das Ehrenamt wird so entwürdigt, es erfüllt nicht mehr den gesamtgesellschaftlichen Ergänzungszweck, sondern wir zum Lohndumping genutzt. Schande über diejenigen, die meinen, Alt wäre gleich Doof. Da wird man sich doch sehr umschauen. Das Rauschen im Walde der politischen Ideen wird stärker. Unsere Generation kennt noch den Film: “..und ewig rauschen die Wälder”.

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04. Juni 2009

Heute Seniorenausflug für AWO- und Haus Margarethe gemeinsam

Abschlusskaffee im Johannesberg - Publikum

Abschlusskaffee im Johannesberg - Publikum

Der Seniorenbeirat unter Federführung von Wilfried Haas, hilft mit, diejenigen Senioren, die noch transportfähig aber sonst schwer beweglich sind, auf eine Busfahrt ins Fuldische mitzunehmen. Heute startete die Truppe um 13 Uhr, traf um 15 Uhr im Posthotel Johannesberg zum gemeinsamen Kaffeetrinken ein, um von dort dann wieder in ihre Seniorensitze gebracht zu werden.

Seniorenbeiratsmitglieder sitzen mit am Tisch

Seniorenbeiratsmitglieder sitzen mit am Tisch

Eifrige Helfer springen bei den Transporttätigkeiten bei. Sie rekrutieren sich aus dem Seniorenbeirat Lauterbach. Es soll mit der Reiseaktion ein Zeichen für die Solidarität von beweglichen engagierten Bürgern mit ihren weniger beweglichen Mitmenschen gestaltet werden.

Wilfried Haas, der Organisator und der Drehorgelmann, Herr Günther aus Maar

Wilfried Haas, der Organisator und der Drehorgelmann, Herr Günther aus Maar

Der Vertreter der Kommune, Herr Stadtrat Duschka, begrüßte die Mitreisenden im Namen des Bürgermeisters. Herr Dr. Liller, als Vorsitzender des Seniorenbeirates dankte insbesondere Herrn Haas, seinem Stellvertreter, der die gesamte Organisation geleitet hatte, aber auch den zahlreichen Seniorenbeiratsmitgliedern und Seniorensitzmitarbeitern, die tatkräftig zupackten und alles unterstützten. Die Heimleitungen hatten die Kosten für das gesamte Unternehmen übernommen. Pfarrerin Astrid Stephan sprach einige Worte der Besinnlichkeit zu den Gästen. Der Drehorgelmann, Herr Günther aus Maar und eine AWO-Bewohnerin, Frau Winnig, trugen mit Drehorgel bzw. Akkordeon mit Gesang zum schönen Stimmungsbild bei. Die alten Herrschaften äußerten sich durchweg zufrieden über das gesamte Unternehmen. Der Transport mit Hilfe der Freiwilligen gelang tadellos auch auf dem Nachhauseweg in das Haus Margarethe in Blitzenrod und die AWO-Wohnstätte am Bilsteinweg.

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26. Mai 2009

Seniorenzentrum in Stadtmitte entsteht

Endlich wird es wahr. Das neue Seniorenzentrum wird in Lauterbachs Stadtmitte entstehen. Im Herbst geht es los. Ende 2010 wir alles in Betrieb sein. Bauherr und Betreiber ist die Diakonie-Organisation Hephata aus Treysa. Diese betreibt und baute schon etliche Zentren in Nordhessen. Jetzt expandiert sie nach Süden. Das Betreiberkonzept ist, wie ich mich vor Ort in Treysa überzeugen konnte, in sich schlüssig und Bewohner orientiert. Es wird ein ruhiges und luxuriöses Ambiente sein, in dem die künftigen Bewohner ihren Lebensabend verbringen dürfen. Finanziell wird es nicht abweichen von den bekannten Tarifen der örtlichen Anbieter, wie Haus Margarethe und Arbeiterwohlfahrt-Seniorenzentrum am Bilsteinweg. Auch wir die personelle Ausstattung allen Anforderungen gerecht sein, nur so ist der Betreiber sicher, nachhaltig Bewohner zu rekrutieren. – Das Gelände des “Alten Schlachthofes” wird endlich einer funktionalen und städtebaulichen guten Lösung zugeführt. Vielleicht tut sich da ein Weg auf, den Thementreff physisch zu lokalisieren. Das Haus soll nach außen hin offen geführt werden.

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